Mit “Doktor Schiwago” debütiert ein alter Bekannter auf Kuba

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Fotogramm aus dem Film „Doktor Schiwago“, nach dem gleichnamigen Roman von Boris Pasternak. (CC)

 

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YOANI SÁNCHEZ, La Habana | 25/01/2018

Das Buch war Teil der Privatsammlung eines Autors, der ins Exil aufbrach, und obwohl der Titel wenig attraktiv auf mich wirkte, versuchte ich mich an dem Werk – wohl gelangweilt inmitten der verlegerischen Dürre der 90er Jahre. In seinem Werk beschrieb der Autor ein Land, das ich zwar kannte, das aber nun ganz anders dargestellt wurde – turbulent, ungerecht und hart. Doktor Schiwago geriet mir in die Hände, als die Sowjetunion schon nicht mehr existierte und bot mir teilweise Antworten, um diesen Niedergang zu erklären.

 Ein Vierteljahrhundert später hat das kubanische Fernsehen endlich den bekannten Film gezeigt, der auf dem gleichnamigen Roman basiert und bei dem der britische Regisseur David Lean Regie führte. Der Film – der bereits im Jahr 1965 in die Kinos kam – war bisher von den Bildschirmen der Insel verbannt. Vergangenen 22.Januar wurde er nun gezeigt, jedoch erst nachdem der Moderator des Programms auf die „ideologischen Verzerrungen“ des Streifens hingewiesen hatte.

 Eine unnötige Klarstellung, da die Geschichte von Juri Schiwago dank der unfehlbaren Formel „es gibt nichts Verlockenderes als das Verbotene“ auf dieser Insel sehr bekannt ist. Jahrzehntelang ging das von Boris Pasternak verfasste Werk reihum – wobei es mit einer Ausgabe der langweiligen Staatszeitung Granma umwickelt wurde, um neugierige Blicke zu vermeiden, oder – in den letzten Jahren – in jener spröden digitalen Form, die die Gedankenpolizei auf einfache Art und Weise austrickste.

Der Film – der bereits im Jahr 1965 in die Kinos kam – war bisher von den Bildschirmen der Insel verbannt. Vergangenen Januar wurde er nun gezeigt – jedoch erst nachdem die Zuschauer auf die „ideologischen Verzerrungen“ des Streifens hingewiesen wurden.

Im Gegensatz zu George Orwells Werk „1984“ wurde Doktor Schiwago nicht verbannt weil im Werk eine totalitäre Zukunft prophezeit wurde, die in vielen Punkten mit unserem sozialistischen Kuba übereinstimmte, sondern weil der Roman eine Vergangenheit beschrieb, die für diejenigen unangenehm war, die Russland als ein Land darstellen wollten, in dem das Proletariat den Gipfel der Gleichberechtigung, Kameradschaftlichkeit und Gerechtigkeit erreicht hatte.

Statt dieser starren Sicht der Dinge, wie sie in kubanischen Schulen vermittelt wurde, konzentrierte sich das Werk Pasternaks auf ein gepeinigtes Individuum, das von sozialen Schwankungen erschüttert wurde und daher mehr darum besorgt war, unverletzt aus diesen Umständen zu gelangen, als sich für eine Sache aufzuopfern – ein Antiheld, weit weg vom „neuen Menschen“ und dem sowjetischem Ideal.

 Die Zwischenfälle, denen das Buch aus dem Weg zu gehen hatte, waren ein Argument für diejenigen, die die Zensur bei den Verlagen der Insel vorantrieben. Die Publikation 1957 in Italien, der Nobelpreis, den Pasternak für das Werk erhielt, sowie der offizielle Druck, der ihn dazu brachte diese Auszeichnung abzulehnen – all diese Faktoren trugen dazu bei, dass den Kubanern diese Lektüre verwehrt blieb.

 Statt dieser starren Sicht der Dinge, wie sie in kubanischen Schulen vermittelt wurde, konzentrierte sich das Werk Pasternaks auf ein gepeinigtes Individuum, das von sozialen Schwankungen erschüttert wurde.

In den ehemals kommunistischen Ländern bedeutete “Kameradschaft” genau das: Ein in sozialistisch geprägten Ländern zensierter Autor wurde auch gleichzeitig auf die schwarze Liste der Länder gesetzt, die dem Kreml nahestanden. Hierbei durfte Havanna natürlich nicht fehlen und blieb der „Stiefmutter Russland“ treu, sodass den Bürgern ein anthologisches Werk des 20.Jahrhunderts vorenthalten wurde.

 Der Roman wurde auf Kuba nicht nur aus ideologischer Komplizenschaft mit dem Land zensiert, das alle finanziellen Extravaganzen Fidel Castros unterstützte, sondern auch weil die große Oktoberrevolution auf seinen Seiten schlecht wegkam, als ein Gemenge aus Denunzianten, Polizisten, Druck und Lügen jeglicher Art. Ein erstickendes Szenario, in dem das Individuum seine Privatsphäre bzw. sein „Ich“ kaum zu schützen vermochte.

 Man sagt, dass Nikita Chruschtschow, als er 1964 die Macht abgeben musste den Roman Pasternaks las und danach zugab: „Wir hätten ihn nicht verbieten dürfen. Ich hätte ihn lesen sollen, es gibt darin nichts Antisowjetisches.“

 Die kubanischen Zensoren haben sich trotz alledem nicht entschuldigt – es scheint auch nicht so, als ob es nötig gewesen wäre. Die Geschichte hat selbst für einen Paukenschlag gesorgt, denn das Land, das man vor vermeintlichen Verleumdungen des Schriftstellers zu schützen versuchte, gibt es seit drei Jahrzehnten nicht mehr; Doktor Schiwago dagegen ist immer noch ein erschütternder und unvergesslicher Roman.

         Übersetzung: Berte Fleißig


 

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Ein Brief an eine bedrohte Journalistin

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Die Polizei bot Luz Escobar eine bessere Behandlung an, wenn sie kollaborieren würde, sodass die Regierung die Leitlinien der Redaktion von 14ymedio beeinflussen könnte. (14ymedio)

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YOANI SÁNCHEZ, La Habana | 17. Januar 2018  

In der polizeilichen Befragung diesen Montag haben dir Agenten der Staatssicherheit in all ihrer Dreistigkeit gezeigt, wer sie wirklich sind, was sich hinter den Reden über angeblich revolutionäre Ethik und Verteidigung der Heimat verbirgt. In Wirklichkeit sind sie Mafiosi in Anzügen, die mit den schlimmsten Methoden im Stil der Camorra vorgehen.

Sie haben dich bedroht, dich davor gewarnt, dass die Menschen, die dir nahestehen dafür bezahlen würden; sie haben sogar von dir verlangt, dass du überläufst und deine Kollegen verrätst. All das taten sie mit dem einzigen ihnen bekannten Mittel: Unterdrückung.

Dein Leben wird von jetzt an schwieriger werden. Viele Freunde werden dich nicht mehr anrufen, andere werden die Straßenseite wechseln sobald sie dich sehen. Dutzende von Bekannten werden sagen, du seist verrückt geworden oder man habe dich einer Gehirnwäsche unterzogen und du sollest aufhören zu schreiben. Einige Verwandte werden dir sagen, du solltest an deine Kinder denken, während der Ring um dein Haus, dein Viertel und deine Person erstickend eng wird.

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Luz, dir ist ein „Privileg“ zuteil geworden: du hast das wahre Gesicht hinter der Maske des Fantômas gesehen. (14ymedio)

Sie selbst, mit dem für sie typischen Missbrauch der Macht, werden das Gerücht in die Welt setzen, du seist eine „Söldnerin“ oder würdest – im schlimmsten Fall – für den „Apparat“ als Geheimagentin arbeiten. Das Misstrauen wird deine Arbeit wie eine Mauer umgeben. Diese Diffamations- und Verteufelungstaktik wird in jedes Detail deiner Existenz eindringen, angefangen mit der Person, die an deine Tür klopft, um dir etwas Milch zu verkaufen, bis hin zu dem Satz, den die Lehrerin im Klassenzimmer deiner Kinder sagt.

Dennoch wirst du von nun an eine merkwürdige Leichtigkeit verspüren, als hätte man dir eine jahrelange Last von den Schultern genommen. Sie haben dir ohne es zu wollen den besten Grund dafür gegeben weiter als Journalistin zu arbeiten, da sie dir gezeigt haben, dass „dort oben“ kein Funke Respekt gegenüber den Bürgern übrig geblieben ist, keine Ethik, Moral, Ehrlichkeit, Integrität… und noch viel weniger MUT. Von dem besitzt du Unmengen.

           Übersetzung: Lena Hartwig

Anmerkung der Übersetzerin:

*) Hauptfigur einer französischen Serie von Kriminalromanen von Pierre Souvestre und Marcel Allain. Fantômas ist ein Verwandlungskünstler und skrupelloser Mörder, der sich der geltenden Gesellschaftsordnung widersetzt.


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Wirtschaftsvergehen, der Weg in die Falle

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Die Frage: „Haben Sie Papiere für diese Säcke?“ ist einer der ständig wiederholten Fragen der Polizei, um die „illegale“ Herkunft einer Ware ausfindig zu machen (14ymedio)

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      YOANI SÁNCHEZ  | GENERACIÓN Y | 22. Mai 2017    Die Verkäuferin bietet murmelnd ihre Ware an: Steak von der Meeresschildkröte, Rindfleisch und Garnelen. Dem Mann läuft das Wasser im Mund zusammen, aber er antwortet, dass er diese Produkte nicht kaufen könne; es sind die meistgesuchten auf dem illegalen Markt. Jeder Oppositionelle weiß, dass ihn die Behörden liebend gern für ein „Wirtschaftsvergehen“ verurteilen möchten und dass die Verkäuferin vielleicht nur ein Lockvogel ist.

Die Techniken, die eine selbstherrliche Regierung zur Kontrolle ihrer Bürger verwendet, können genau so unterschiedlich und einfallsreich sein, wie die Fantasie der Unterdrücker. Manche Techniken werden in klimatisierten Büros mit ausgeklügelter Methodik entworfen, während andere sich zum passenden Zeitpunkt ergeben, aus einer offensichtlich zufälligen Situation heraus.

Ist die schwierige wirtschaftliche Lage, die wir erleben, ein kalkuliertes Szenario, um uns Kubaner in dem Teufelskreis ums Überleben gefangen zu halten? Mit wie vielen Verboten versucht man zu erreichen, dass wir Bürger ruhig bleiben, uns schuldig fühlen und glauben, dass wir mit einem Bein schon im Gefängnis stehen?

Abgesehen von Verschwörungstheorien betrachten die offiziellen Stellen den ungesetzlichen Markt als ein Ventil für Nonkonformismus, als ein Gefüge, um Informationen darüber zu erhalten, wie man in Kuba denkt; auch als ein Mittel, um Bürger zu erpressen und als Lockvogel für die Jagd auf politische Kontrahenten.

Obwohl es seit vielen Jahren gängige Praxis ist, in den letzten Monaten hat die Tendenz zugenommen, Aktivisten für vermutete wirtschaftliche Vergehen anzuklagen

Der Platz der Revolution hat seine miserable Wirtschaftsführung in ein Mittel verwandelt, um die kubanische Gesellschaft im Würgegriff zu halten. Die Regierung weiß, dass die Familien alles erdenkliche tun, um die Lebensmittelrationen zu ergänzen. Sie wenden sich an illegale Vertriebsnetze, um sowohl Kinderschuhe als auch Dollars zu kaufen, die in den offiziellen Wechselstuben mit 10 % Sondersteuer zu haben sind.

Meistens kommt es nur darauf an so geduldig zu sein wie eine Spinne, die weiß, dass das kleine Insekt früher oder später an den klebrigen Fäden hängen bleiben wird. Die Staatsicherheit muss nur warten, bis ein Dissident „mit der linken Hand“ Kaffee kauft, oder es wagt, zusammen mit einem freiberuflichen Maurer die Fliesen in seinem Bad zu erneuern.

Obwohl es seit vielen Jahren gängige Praxis ist, in den letzten Monaten hat die Tendenz zugenommen, Aktivisten für vermutete wirtschaftliche Vergehen anzuklagen. Man legt ihnen Vergehen zur Last, die die Allgemeinheit jeden Tag begeht, oft unter den nachgiebigen Blicken der Polizei und dem Mitwissen von Funktionären und Administratoren. Trotzdem, im Falle eines Oppositionellen wird das Gesetz enger ausgelegt, wesentlich strenger, und außerdem muss es dann buchstabengetreu befolgt werden.

Auf allen internationalen Foren brüstet sich die Regierung von Raúl Castro damit, dass es keine politischen Gefangenen gäbe; in politisch motivierten Fällen kriminalisiert sie aber so triviale Sachen wie „vier Sack Zement im Haus“ oder „ein paar Gallonen Benzin auf Vorrat“, sofern man keine Papiere vorlegen kann, die den Kauf in einem staatlichen Laden bestätigen.

Den Journalisten Henry Constantín beschuldigte man der „widerrechtlichen Aneignung von legalen Befugnissen“, weil er als Reporter an einer unabhängigen Studie mitarbeitete, aber viele Ex-Militärs werden zu Geschäftsführern von touristischen Einrichtungen ernannt, obwohl sich keiner von ihnen jemals Kenntnisse in Hotelmanagement oder Betriebswissenschaft angeeignet hat. Bei keinem wurde angemahnt, dass er eine Funktion ausübe, für die er keine Qualifikation habe.

Die Lehre daraus ist, dass es unwichtig ist, welchen Grad an wirtschaftlicher Illegalität ein Vergehen hat, sofern man nur den Mund hält, wenn es um Kritik

Gegen Karina Gálvez, Mitarbeiterin im Studienzentrum für friedliches Zusammenleben (Centro de Estudios Convivencia), geht man gerade im Zusammenhang mit dem Erwerb ihres Hause gerichtlich vor, wegen vermuteter Steuerflucht. Ehe der neue Steuersatz für An-und Verkäufe Gesetz wurde, stürmten tausende Kubaner die Notariate, um ihre behördlichen Angelegenheiten noch zu den vorherigen Steuersätzen unter Dach und Fach zu bringen, weil diese da noch weit entfernt von den tatsächlichen Tarifen auf dem Wohnungsmarkt waren. Niemand wurde dafür belangt.

Eliécer Ávila, der Führer der Bewegung Somos+, erlebte den Abriss seines Hauses; man warf ihm „unerlaubte wirtschaftliche Aktivitäten“ vor. Sein „Verbrechen“ war: er hatte einen Laptop, wiederbeschreibbare CDs und verschiedene Einweg-Rasierapparate. Im Unterschied zu erfolgreichen Künstlern, die den ultimativen iMac importieren und zu verwöhnten Söhnen von einflussreichen Papas, die eine Parabolantenne auf dem Dach haben, um das Fernsehprogramm von Miami zu empfangen, beging der Aktivist das Vergehen zu sagen, „dass er beim Verlassen des Landes helfen wolle“.

Die Lehre daraus ist, dass es unwichtig ist, welchen Grad an wirtschaftlicher Illegalität ein Vergehen hat, sofern man nur den Mund hält, wenn es um Kritik an der Regierung geht. Es ist nicht dasselbe, ideologische Treue zu simulieren und Rindfleisch auf dem illegalen Markt zu kaufen, oder letzteres zu tun, wenn man einer oppositionellen Bewegung angehört.

Eine „schwarze Einkaufstasche“ kann zu einer Falle für die werden, die der Regierung nicht applaudieren.

Übersetzung: Dieter Schubert

Google Chrome wird auf Kuba „legal“

Das Logo von Google Chrome

Das Logo von Google Chrome

Der Internetriese Google gab gestern den bekannten Browser Chrome für die kubanischen Nutzer zum Download frei. Diese Nachricht erreicht uns nur zwei Monate nach dem Besuch von mehreren Vorstandsmitgliedern der nordamerikanischen Firma in Havanna, bei dem sie sich selbst davon überzeugen konnten, mit welchen Zugriffsschwierigkeiten auf das World Wide Web wir hier zu kämpfen haben.

Bei dem Gespräch, das mehrere Mitglieder von 14ymedio mit Eric Schmidt, dem Verwaltungsratschef von Google, führten, ging es unter anderem auch um genau diese Einschränkungen. Wir freuten uns deshalb sehr als wir hörten, dass die Meinung von Bürgern, die an einem freien Informationsfluss und der technologischen Entwicklung interessiert sind, dazu beigetragen hat, diese Einschränkungen zu beseitigen. Ein Hindernis, das – solange es bestand – der kubanischen Bevölkerung viel mehr im Weg war als einer Regierung, die weltweit zu den größten „natürlichen Feinden“ Internets gehört.

Während ihrer Kubareise erfuhren die vier Vorstandsmitglieder nicht nur die Unannehmlichkeiten der Zensur durch die Regierung und der überteuerten Preise der öffentlichen Internetlokale am eigenen Leib, sondern auch die der Einschränkungen, die ihre eigene Firma den Nutzern der Insel auferlegt hat. Wie bitter muss es für sie gewesen sein beim Versuch Google Chrome herunterzuladen folgende Meldung auf dem Bildschirm aufleuchten zu sehen: „Dieser Service ist in ihrem Land nicht verfügbar.“

Die kubanischen Nutzer haben glücklicherweise nicht darauf gewartet, dass die nordamerikanische Firma die Erlaubnis dazu erteilt, dieses Programm von einer nationalen IP zu erhalten. Sowohl Google Chrome als auch Mozilla Firefox und der umstrittene Internet Explorer gehören seit Jahren zu den meistgenutzten Browsern in unserem Land. Es reichte schon wenn jemand das Installationsprogramm bei einer Reise ins Ausland kostenlos herunterlud, damit es von Hand zu Hand oder auch von USB-Stick zu USB-Stick weitergereicht und auf hunderten – tausenden? – von Rechnern installiert wurde.

Jetzt sind wir also von illegalen Nutzern zu einem Teil der Gemeinschaft der mehr als 750 Millionen Menschen auf der Welt geworden, die das Programm auf legalem Weg nutzen. Diese Nachricht ist zwar sehr schmeichelhaft, reicht aber noch lange nicht aus. Bei anderen Anwendungen wie Google Analytics, Google Earth und dem Android App Store hoffen wir noch auf ähnliche Fortschritte. Hoffentlich müssen wir nicht auf einen weiteren Besuch der Vorstandsmitglieder von Google warten, damit diese Beschränkungen auch endlich aufgehoben werden!

Übersetzung: Anja Seelmann