Ethische Lähmungen, der traurige Fall des Ignacio Ramonet

universidad-Ramonet-vinculacion-independiente-UCLV_CYMIMA20171123_0005_13

An der gleichen Universität, an der Ramonet (rechts) am Dienstag sein Buch vorstellte, wurde vor einigen Monaten eine Journalismusstudentin wegen ihrer Verbindung zu einer unabhängigen Oppositionsgruppe verwiesen. (UCLV)

14ymedio bigger

 

YOANI SÁNCHEZ | GENERACIÓN Y | 23. November 2017  Als 2006 das Interview von Ignacio Ramonet* mit Fidel Castro veröffentlicht wurde, ließen sich viele Bürger die Gelegenheit nicht entgehen, sich über den Titel lustig zu machen. „Warum sollten wir ‚Hundert Stunden mit Fidel**‘ lesen, wenn wir unser ganzes Leben mit ihm verbracht haben?“, war auf der Straße zu hören, doch der Journalist hat nicht einmal Notiz davon genommen.

Jenes Buch, das durch seinen ausgeprägten journalistischen Sanftmut als eine Autobiografie des „Máximo Líders“ eingestuft werden kann, erntete mehr als nur Gelächter. Der Autor wurde auch mit Anschuldigungen überhäuft, dass er mittels „Kopieren und Einfügen“ den Inhalt alter Reden von Fidel Castro für die Antworten hergenommen habe.

Ohne eine überzeugende Erklärung zu solchen Fragen abgegeben zu haben, ist Ramonet nun mit einem weiteren Buch zurückgekehrt, für das er diese Woche an mehreren Universitäten auf der Insel warb. Dieser Band trägt ebenfalls einen jener Titel, die ein spöttisches Lächeln auslösen: Das Imperium der Überwachung (Originaltitel: El imperio de la vigilancia).

Am vergangenen Dienstag hielt der Professor für Kommunikationstheorie an der Zentraluniversität Marta Abreu de Las Villas eine Ansprache im Rahmen der Präsentation des Buches, das im José Martí Verlag veröffentlicht wurde. Es wurde eine bittere Schmährede gegen das globale Überwachungsnetz, das die Vereinigten Staaten geknüpft haben, um an Informationen über Bürger, Gruppen und Regierungen zu kommen.

 Ramonet leidet unter einer ethischen Lähmung, wenn es darum geht, Verantwortung zu verteilen und anderen Regierungen aufzuzeigen, dass sie jeden Tag in die Privatsphäre ihrer Bürger eindringen.

Das Buch legt besonderen Nachdruck auf die Komplizenschaft von Unternehmen, die die Nutzerdaten verwalten, um sie in das Spionagenetz der kommerziellen Interessen, der Kontrolle und Unterordnung einzufügen. Ein Netz, in dem die moderne Gesellschaft gefangen ist und aus dem man sich dringend befreien soll, so die Analyse des Professors.

Bis dahin unterscheidet es sich nicht von dem, was so viele Cyberaktivisten auf der ganzen Welt anprangern, aber Ramonet leidet unter einer ethischen Lähmung, wenn es darum geht, Verantwortung zu verteilen und anderen Regierungen aufzuzeigen, dass sie jeden Tag in die Privatsphäre ihrer Bürger eindringen.

Die Tatsache, dass Ramonet in so ein „orwellianisches“ Land wie Kuba gereist ist, um mit dem Finger auf Washington zu zeigen, ist ein Beweis für seinen unhaltbaren Standpunkt, wenn es darum geht, Themen zu behandeln, wie „Big Data“, die Legalisierung von Web-Überwachung und die Sammlung von Benutzerdaten, um Verhalten vorherzusagen oder Produkte zu verkaufen.

Die Insel, auf der die Staatssicherheit (in diesem Fall der „Big Brother“) über jedes Detail im Lebens von Einzelpersonen wacht, ist nicht der beste Ort, um über indiskrete Augen zu sprechen, die die Emails anderer lesen, auch nicht über Polizeibeamte, die jede Information überwachen, die das Netz durchquert, und über Daten, die von Regierungsbeamten abgefangen werden, um damit Menschen zu unterdrücken.

Die Regierung dieser Nation, die von ihrem Sitz auf der „Plaza de la Revolución“ aus eine strenge Kontrolle über die Informationen aufrechterhält und nur die öffentliche Verbreitung von wohlwollend gesinnten Reden zulässt, müsste eigentlich zu den Regimen gehören, die Ramonet in seinem Buch anprangert. Seltsamerweise gibt es aber für den Journalisten „schlechte“ und „gute“ Überwachungen, und in letztere scheint diejenige zu fallen, die von der kubanischen Regierung durchgeführt wird. 

Die Regierung dieser Nation, die von ihrem Sitz auf der „Plaza de la Revolución“ aus eine strenge Kontrolle über die Informationen aufrechterhält, müsste eigentlich zu den Regimen gehören, die Ramonet in seinem Buch anprangert.

An der gleichen Universität, an der Ramonet am Dienstag sein Buch vorstellte, wurde vor einigen Monaten eine Journalismusstudentin wegen ihrer Verbindung zu einer unabhängigen Oppositionsgruppe verwiesen. Das Imperium der Überwachung reagierte nicht halbherzig und mit der Hilfe einiger Studenten und Studentenführer, die zur Komplizenschaft gezwungen wurden, warf man sie aus der Uni.

Wenige Tage später starteten die Cyberpolizisten, die diese Kontrollarmee bilden, eine Verleumdungskampagne gegen die junge Frau in den sozialen Netzwerken. Sie benutzten Informationen aus ihren Emails, Telefonaten und sogar privaten Gesprächen, um sie zu verunglimpfen. Unser „Big Brother“ handelte ohne Rücksicht auf Verluste.

Vor einigen Jahren zeigte das nationale Fernsehen den Inhalt mehrerer privater Emails, die aus dem persönlichen Account einer Oppositionellen gestohlen wurden. All dies geschah ohne richterliche Anordnung, ohne dass die Dame etwa wegen eines Verbrechens strafrechtlich verfolgt wurde und natürlich ohne bei Google die Freigabe der Emails beantragt zu haben, deren Inhalt vermutlich veröffentlicht werden sollte.

Ramonet kann nicht ignorieren, dass das kubanische Telekommunikationsunternehmen Etecsa einen strengen Filter für jede von ihren Kunden gesendete Textnachricht einsetzt. Das staatliche Monopol zensiert Wörter wie „Diktatur“ und den Namen von Oppositionsführern. Obwohl die Nachrichten kostenpflichtig sind, erreichen sie nie ihr Ziel.

Der ehemalige Direktor von ‚Le Monde Diplomatique‘ ist eben auch nicht in eine Wifi-Zone gegangen, um auf eine dieser Websites zuzugreifen, die die Regierung nach jahrelangem Druck durch die Bürger geöffnet hat

Der ehemalige Direktor von Le Monde Diplomatique ist eben auch nicht in eine Wifi-Zone gegangen, um auf eine dieser Websites zuzugreifen, die die Regierung nach jahrelangem Druck durch die Bürger geöffnet hat. Wäre er in solch einer Wifi-Zone gewesen, wüsste er, dass das chinesische Firewall-Modell auf dieser Insel kopiert wurde, um unzählige Seiten zu zensieren.

Weiß Ramonet, dass eine große Anzahl kubanischer Internetnutzer anonyme Proxies nicht nur für den Zugriff auf diese gefilterten Websites verwendet, sondern auch, um ihre privaten Informationen vor dem indiskreten Auge des Staates zu schützen? Hat er bemerkt, dass die Stimmen der Leute leiser werden, um über Politik zu sprechen, dass sie verbotene Bücher einbinden oder den Computerbildschirm mit ihren Körpern bedecken, wenn sie eine blockierte Zeitung wie 14ymedio besuchen?

Hat er sich über die Vereinbarung zwischen Havanna und Moskau gewundert, in Kuba ein Zentrum unter dem Namen InvGuard zu eröffnen, das ein angebliches Schutzsystem gegen Angriffe auf Netzwerke einführen soll? Gerade jetzt wo der Kreml beschuldigt wird, über das Internet manipuliert zu haben, vom Brexit über die katalanische Krise bis hin zu den US-Wahlen.

Keine dieser Antworten wird der Leser in Ignacio Ramonets jüngstem Buch finden können, denn genauso wie jene Autobiografie von Fidel Castro, die versuchte als Interview durchzugehen, kann dieses Buch von den Kubanern schon allein aufgrund seines Titels allein in Frage gestellt werden: Warum sollte man Das Imperium der Überwachung lesen, wenn man sein ganzes Leben lang unter seiner Herrschaft gestanden hat?

Anmerkung der Übersetzerin:

*Ignacio Ramonet, geb. 1943 in Redondela, Spanien, ist ein spanischer Journalist, der in Paris lebt. Er ist Ehrenpräsident der ATTAC-Bewegung. Von 1991 bis 2008 war er Direktor der französischen Ausgabe von Le Monde Diplomatique, jetzt leitet er die spanischsprachige Ausgabe dieser Zeitung.

**100 Horas con Fidel (100 Stunden mit Fidel) ist auf Deutsch erschienen unter dem Namen: Mein Leben | Fidel Castro, Ignacio Ramonet, Barbara Köhler (Übersetzerin).

Übersetzung: Nina Beyerlein

________________________________________________________________________

Das Team von 14ymedio setzt sich für einen seriösen Journalismus ein, der die Realität des Kubas in all seinen Facetten widerspiegelt. Danke, dass Sie uns auf diesem langen Weg begleiten. Wir laden Sie ein, uns weiterhin zu unterstützen, diesmal aber durch die Mitgliedschaft bei 14ymedio. Gemeinsam können wir den Journalismus auf Kuba weiter transformieren.

Advertisements

Von der Kunst Künstler in „Feinde“ zu verwandeln

Luis-Manuel-Alcantara_CYMIMA20170731_0014_13

Der Künstler Luis Manuel Otero Alcántara auf einer Parkbank in Havanna. (14ymedio)

14ymedio bigger

YOANI SÁNCHEZ | GENERACIÓN Y | 10.November 2017

Er kritzelte etwas auf eine Mauer und sie steckten ihn mehrere Monate ins Gefängnis; er gründete eine oppositionelle Partei und sie klagten ihn an ein paar Sack Zement gekauft zu haben; er eröffnete ein unabhängiges Pressemedium und sie beschuldigten ihn des Vaterlandsverrats. Jeder Schritt in die Freiheit endete mit einer unverhältnismäßigen Unterdrückung, die sich nur mit der Angst erklären lässt, die die Bürokratie vor ihren eigenen Bürgern hat.

Der Fall des Künstlers Luis Manuel Otero Alcántara hat wieder einmal die Furcht gezeigt, die in den „höheren Sphären“ herrscht und vor allem bei dem ausartet, der aus dem zugewiesenen Pferch ausbrechen will. Die Polizei, die am vergangenen Montag auf der Suche nach belastendem Material in sein Haus eindrang, ist ausführendes Organ einer strafenden Politik, die systematisch gegen Kritiker des Systems vorgeht.

Die Säcke mit Baumaterial sind nur ein Vorwand, um Otero Alcántara „die Marterwerkzeuge zu zeigen“ und ihn in ein endloses juristisches Verfahren zu verwickeln. Was jetzt kommt läuft ab wie ein bekannter Film: ein schnelles Urteil, eine Strafe, mit der man ihn solange aus dem Verkehr ziehen kann, bis das Datum seiner unabhängigen Kunst-Aktion Bienal 00*) verstrichen ist –  und inzwischen flüstert ihm ein „guter Polizist “ ins Ohr, wie vorteilhaft es doch wäre zu emigrieren, um all dem Durcheinander zu entkommen.

Luis-Manuel-Otero-Alcantara-liberado_CYMIMA20171109_0013_11

Otero Alcántara kurz nachdem er gegen Kaution aus dem Gefängnis freikam. (14ymedio)

Der Künstler verspürt alle Arten von Druck am eigenen Leib. Auf der einen Seite sagt ihm die Staatssicherheit, dass sein Aufruf zur Bienal 00 eine Provokation sei, die man nicht dulden könne; andererseits werden sich die Vereinigten Kubanischen Künstler von seinen Vorschlägen distanzieren. Einige von denen, die zunächst zugestimmt hatten am Kunst-Event teilzunehmen, werden E-Mails nicht mehr beantworten oder ihm mitteilen, dass sie unvorhersehbar verreisen mussten.

Andere werden ihn beschuldigen, dass er nur auf sich aufmerksam machen wollte; wieder andere werden ihm sagen, dass er den offiziellen Weg hätte gehen können, anstatt sich darauf zu stürzen einen parallelen Event zu organisieren. Es wird auch welche geben, die ihm vorwerfen, die rote Linie zwischen Kunst und Aktivismus überschritten zu haben und sich in die Politik zu drängen. Sarkastische Mitmenschen werden ihm jetzt zuflüstern, dass er sein Gesicht im nächsten „Game of Thrones“-Video zeigen könne, wenn er es denn von den „Kandidaten für die kubanische Präsidentschaft“ machen möchte.

Dennoch wird auch Solidarität auf ihn herabregnen und zwar von denen, die in den letzten Tagen auf die Verhaftung des Autors von „Wo ist Mella?“ (¿Dónde está Mella?) gewartet haben, eine Performance, die im alten „Manzana de Gómez„**) stattfand. Alcántaras Fall wird helfen der Welt zu zeigen, dass die Regierung von Raúl Castro den gleichen modus operandi anwendet, um Oppositionelle, Künstler und Journalisten zu attackieren.

Der Bürokratie ist es egal, ob ein Wagemutiger die Verletzung von Menschenrechten öffentlich macht, dabei mit Metaphern arbeitet oder Informationen hinterfragt. Von da an aufwärts – wer nicht Befehlen folgt verdient nur ein Wort: Feind. Luis Manuel Otero Alcántara ist jetzt für sie in dieser Kategorie.

          Übersetzung: Dieter Schubert

 

Anmerkungen des Übersetzers:

Bienal 00*) „Die Biennale der Menschen, die Biennale der Künstler“; mit diesem Aufruf hat Otero Alcántara sein Projekt Bienal 00 gestartet, um die 13.Biennale in Havanna zu ersetzen, die für 2018 vorgesehen war und auf Befehl der Regierung auf 2019 verschoben wurde.

Das „Manzana de Gómez“**) ist ein historisches Gebäude aus dem 20. Jahrhundert im Zentrum von Havanna, das 2017 als „Gran Hotel Manzana Kempinski“ wiedereröffnet wurde.

 

 

 

 

 

Segeln im Migrations Nonsense

regresar-Marina-Hemingway-embarcacion-umbrellatravel_CYMIMA20171102_0002_13

Ein Balsero, der vor sieben Jahren emigrierte, will mit seiner Yacht zurückkommen, aber die Marina ‚Hemingway‘ hat ihm gesagt, dass seine kubanische Familie nicht an Bord gehen kann. (umbrellatravel)

14ymedio bigger

YOANI SÁNCHEZ | GENERACIÓN Y | 2.November 2017   

Drei Tage und dreißig Anrufe – so fasst Carla die Tage nach der Ankündigung der neuen Migrationsmaßnahmen zusammen. “Ich habe alle Nummern kontaktiert, die ich zur Hand hatte” berichtet sie, während sie bei sich zu Hause im Zentrum von Havanna eine Tasse Tee trinkt. Die ausgebildete Krankenschwester wartet sehnlichst auf das Wiedersehen mit ihrem Bruder, einem Balsero*), der Kuba auf einem Floß verlassen hat und nun seit sieben Jahren in Tampa (Florida) ansässig ist.

Trotz allem haben die Lockerungen, die ab dem 1.Januar in Kraft treten, im Gewirr der Verbote der kubanischen Migrationspolitik mehr Unsicherheit als Klarheit geschaffen. “Mein Bruder möchte mit seiner Yacht kommen und es der Familie ermöglichen an der Küste entlang zu fahren und sogar zu fischen”, erklärt sie.

Einige Anrufe bei der Marina ‚Hemingway‘ haben die Krankenschwester schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen lassen. “Ihr Bruder kann im Boot einlaufen, aber kubanische Staatsbürger, die auf er Insel leben, dürfen noch keinen Bootsausflug unternehmen”, erklärte ihr eine Stimme auf der anderen Seite der Leitung. Carla stößt sich also an den Grenzen der Gesetzeslage, die sich in keiner Weise verändert haben.

Jahrzehntelang waren die Kubaner wie in aufeinanderfolgenden Kisten eingesperrt, die sie daran hindern sollten Entscheidungen verschiedenster Art zu treffen – Entscheidungen über diejenigen, die das Land regieren, wie auch über die Wahl der Zeitungen, die man lesen wollte. In den letzten zehn Jahren sind einige dieser Restriktionen zwar überflüssig, abgeschafft oder geändert worden; der “harte Kern” jedoch bleibt bestehen.

Im Mittelpunkt so vieler Einschränkungen steht die Überzeugung der Regierung, dass mehr Entscheidungs- und Handlungsspielraum dazu führen können, dass die Staatsbürger die aktuelle Regierung stürzen. Eine Bootstour entlang der kubanischen Küste könnte zur Folge haben, dass Carlas Familie sich fragt, warum ihnen dieses Vergnügen so lange verwehrt wurde – und somit ihre Unzufriedenheit steigern.

Trotz alledem haben die Lockerungen, die ab dem 1.Januar in Kraft treten, im Gewirr der Verbote in der kubanischen Migrationspolitik mehr Unsicherheit als Klarheit geschaffen.

Was diese hypothetische und lang ersehnte Tour auslösen kann, hat längerfristig Folgen für die Verwandtschaft.

Die Mutter, deren monatliche Rente nicht höher als 15 Dollar ist, wird vor Freude weinen, wenn sie vor ihrem Tod die versteckte Seite des „Morros“ **) sieht, ein Privileg, das vielen Einwohnern Havannas verwehrt bleiben wird. Vielleicht verschluckt sie sich auch am Schwanz einer Languste, die neulich von ihrem Sohn aus dem Wasser gezogen wurde – “der Feind, der vor der Revolution floh” – so wie er vom Präsidenten des Gremiums zur Verteidigung der Revolution in dem Moment klassifiziert wurde, als er von seiner Abreise erfuhr.

Sobald das Festland verschwindet und sich die beiden im unermesslichen Blau in Sicherheit befinden, wird Carla dem Floßfahrer sehr wahrscheinlich erzählen, wie sie Medikamente aus dem Krankenhaus stiehlt und diese auf dem Schwarzmarkt verkauft und dass sie von einer Migrationspolitik der “Familienzusammenführung” träumt, dank derer sie das Land verlassen kann. “Das hier kann keiner aushalten“, wird sie ihm – geschützt von Wind und Wellen – gestehen.

Wenn sich diese Meeresstraße öffnen würde, würde eine Trennwand in der versiegelten Box unwiederbringlich in sich zusammenfallen. Eine innere Wand aus Angst und Mangel an Möglichkeiten wird ernsthaft beschädigt werden. Daher muss der Staat, der sich dieser Tatsache durchaus bewusst ist, momentan alle Konsequenzen einer derartigen Veränderung in Betracht ziehen.

Momentan und so wie die bisher Dinge laufen, scheint es so, als ob der Bruder der Krankenschwester als Ausgewanderter in den Genuss von etwas kommen wird, was seinen Verwandten auf der Insel untersagt bleibt. Diese Widersprüche resultieren aus den halbherzigen Reformen; aber radikale Änderungen lösen Angst in der Führungsriege aus.

Bei ihrer Tasse Tee wählt Carla weiterhin Nummern, um jemanden zu finden, der ihr eine einfache Fragen beantworten kann: “Können wir auf das Boot, um an der Insel entlang zu schippern?” Niemand riskiert es, diese Frage mit Sicherheit zu beantworten, aber viele warten darauf, dass jemand einen „falschen Schritt“ macht und diese und andere Mauern zu bröckeln beginnen.

     Übersetzung: Berte Fleißig

Anmerkungen der Übersetzerin:

Balseros*) – von „balsa“ („Floß“) – der  Begriff wird für Kubaner verwendet, die versuchen die Floridastraße von Kuba aus zu überqueren, um in den Vereinigten Staaten ein besseres Leben zu finden.

El Morro**) ist ein Felsen in der Hafeneinfahrt von Havanna, auf dem sich das „Castillo de los Tres Reyes del Morro“ (die Festung der „Heiligen Drei Könige“) befindet. Dort steht auch der markante Leuchtturm der Stadt. (Wikipedia)

Martí aus New York, ohne Visum und mit Schreibfehlern

Marti-Central-Park-Nueva-Habana_CYMIMA20171019_0013_16

1853Das Reiterdenkmal des kubanischen Nationalhelden José Martí befindet sich seit 1950 im Central Park in New York und nun auch in Form einer Replik in Havanna (14ymedio)

14ymedio bigger

YOANI SÁNCHEZ | GENERACIÓN Y | 19. Oktober 2017    Man sieht ihn zur Seite geneigt und mit starrem Blick. Er ist tödlich verletzt und die Bronzestatue hält jene letzte Sekunde fest, die ihn von der Unsterblichkeit trennt. Eine Replik der Statue von José Martí, die sich seit 1950 im Central Park in New York befindet, hat nun einen Platz in Havanna. Am Donnerstagnachmittag unter einem strahlend blauen Himmel sahen wir die Umrisse der Statue schimmern und den Sockel leuchten. Auch die unverzeihlichen Schreibfehler in der Gedenktafel waren nicht zu übersehen.

conmemorativa-Jose-Marti-nacio-vez_CYMIMA20171019_0012_16

APOSTEL DER UNABHÄNGIGKEIT KUBAS / FÜHRER DER AMERIKANISCHEN VÖLKER UND PALADIN DER MENSCHLICHEN WÜRDE / SEIN LITERARISCHES GENIE WETTEIFERTE MIT SEINER POLITISCHEN WEITSICHT / ER WURDE AM 28. JANUAR 1853 IN HAVANNA GEBOREN / ER LEBTE WÄHREND SEINER VERBANNUNG 15 JAHRE IN NEW YORK / ER FIEL AM 19. MAI 1895 IM GEFECHT BEI „DOS RIOS“ IN DER PROVINZ ORIENTE (14ymedio)

Auf der Gedenktafel erkennt man zwei Schreibfehler:

“Cuidad” (passt auf) anstelle von “ciudad” (Stadt) und die Verbform “nació“ (er wurde geboren) umgewandelt in ein entstellendes „nacío“ (diese Verbform gibt es nicht). Dies sind zwei der „Perlen“, die in den glänzend schwarzen Granit graviert wurden, dessen Inschrift ab dieser Woche Tausende Kubaner und Besucher aus dem Ausland lesen werden. Der Schreibfehlerteufel und die mangelnde grammatikalische Genauigkeit haben dem Mann, der die Worte liebte und sie mit bewundernswerter Leidenschaft kultivierte, übel mitgespielt.

Mehr als fünf Meter hoch und drei Tonnen schwer, so wurde die Statue wenige Meter entfernt vom alten Präsidentenpalast aufgestellt. Ihre wunderschönen Linien sind eine Kopie des Kunstwerks – geschaffen von der Bildhauerin Anna Hyatt Huntington – das auf einem kleinen Platz im südlichen Teil des Parks in New York in die Höhe ragt, neben den Denkmälern von Simón Bolívar und José de San Martín.

Die fehlerhafte Inschrift auf dem Monument in Havanna, bei der unklar ist ob sie mit der Statue nach Kuba kam oder aus heimischer Produktion stammt, ist eine Beleidigung für den Poeten der Versos Sencillos1). Es ist eine Sache, einen mangelhaft überprüften Satz auf ein Blatt Papier zu schreiben; ihn aber in Stein zu meißeln gibt dem Denkmal einen Anflug von Improvisation und ist letztlich eine große Rücksichtslosigkeit gegenüber der Sprache.

Einige werden sagen, das sind nur kleine Details, aber ein Absolvent in Philosophie und Literatur verdient mindestens, dass ein guter Korrekturleser seine Gedenktafel überprüft.

Das Reiterdenkmal kommt zudem in einer schwierigen Zeit. In Philadelphia gegossen gelangt das Denkmal auf die Insel inmitten wachsender Spannungen mit den Vereinigten Staaten. Die Figur, die das Zusammenfinden zweier Nationen repräsentieren sollte – wie es im Leben von Martí stattfand – ist nun eine Erinnerung an ein verkümmertes diplomatisches Tauwetter, das nur kurz anhielt – und an eine Zeit, die unwiederbringlich verloren ist.

Fotografia-Marti-Habana-Nueva-York_CYMIMA20171019_0010_17

Ein Mann, der ein T-Shirt mit der Flagge der USA trägt, gibt dem Denkmal in Havanna den letzten Schliff (14ymedio)

Daher mangelte es während der Aufstellung nicht an Scherzen der nahen Anwohner, „ob der Apostel wohl ein Visum für die Einreise beantragt hatte“. Die Menschen verlieren nie ihren Humor. Der traurige Scherz bezieht sich auf die Schwierigkeiten, die Kubaner überwinden müssen, um in das Nachbarland im Norden zu reisen – gerade jetzt nach dem Skandal mit den akustischen Attacken2), zu denen es mehr Fragen als Antworten gibt.

Wie das Leben so spielt trug der Arbeiter, der einige Details am Denkmal fertigstellte, stolz ein T-Shirt mit dem Sternenbanner. Ebenso wie die Schreibfehler, niemand bemerkte es,  kein Funktionär kam um zu kontrollieren was dort vor sich ging.

     Übersetzung: Lena Hartwig

Anmerkungen der Übersetzerin:

1) In mehr als 10 Sprachen übersetzte Gedichtsammlung und das letzte Werk von José   Martí.

2) In letzter Zeit gibt es akustische Attacken auf Angehörige der US-Botschaft in Havanna. Dabei ertönt aus dem Telefonhörer oder dem Computer ein ohrenbetäubender schriller Lärm, ähnlich dem eines lauten Grillenkonzerts – Herkunft unbekannt.

Verbrechen oder Kampf

Ernesto-Guevara-Higuera-Bolivia-DR_CYMIMA20170729_0001_16

Ernesto Guevara kurz vor seinem Tod im Jahr 1967 in La Higuera, Bolivien (D.R.)

14ymedio bigger

Reinaldo Escobar | 14ymedio.com | 5.Oktober 2017

Ein halbes Jahrhundert nach dem Tod Ernesto Che Guevaras hat sich die offizielle kubanische Darstellung über das, was sich am 9.Oktober 1967 in La Higuera ereignete signifikant geändert.

Nachdem die Propaganda der Kommunistischen Partei Kubas jahrzehntelang wiederholt hatte, dass der Che in einer bolivianischen Dorfschule ermordet wurde, schreibt vor allem die Granma die Geschichte jetzt dahingehend um, dass „der heroische Guerillero im Kampf gefallen ist“.

Diese Änderung ist keine kleine Sache, wenn man in Betracht zieht was es bedeutet, in einer bewaffneten Auseinandersetzung zu sterben und zudem noch heroisch, weil so der Tote kein Opfer sondern handelnder Teil in einem Konflikt war. Mit einem Federstrich hat sich die amtliche Propaganda dazu entschlossen, die Version „Verbrechen“ beiseite zu legen und der „militärischen Epik“ den Vorzug zu geben; somit bleibt die Schuld bei denen, die den Schießbefehl gaben.

Nachdem die Propaganda der Kommunistischen Partei Kubas jahrzehntelang wiederholt hat, dass der Che in einer bolivianischen Dorfschule ermordet wurde, schreibt vor allem die Granma die Geschichte jetzt dahingehend um, dass „der heroische Guerillero im Kampf gefallen ist“.

Wäre Guevara nicht unter jenen kriegerischen Umständen gestorben, vielleicht hätte er den 14.Juni als dann Neunzigjähriger feiern können, wenngleich andere sagen, dass er in Wirklichkeit am 14.Mai geboren wurde. Wie bei allen Menschen, die zu einem Mythos wurden, ist deren Biografie gespickt mit Widersprüchen und dunklen Seiten, Polemik und Halbwahrheiten. Auch die Daten, wann er in diese Welt kam und wann er sie verließ, werden in Frage gestellt.

Vielleicht, wenn dieser Argentinier nicht in La Higuera gestorben wäre, hätte er seine Tage in einem verstaubten Büro eines Ministeriums beenden können oder er wäre – fern der politischen Macht – einer Säuberungsaktion zum Opfer gefallen, wie es sie vor einem halben Jahrhundert gab. In keinem Fall würde es heute so viele Legenden über sein Leben geben und auch keine Filme, die ihn wahlweise idealisieren oder stigmatisieren.

Ohne die Gewehrschüsse, nachmittags um 1.10 Uhr in jenem kleinen Klassenzimmer, hätte sich das emblematische Foto, auf dem man ihn mit langen Haaren und einem in die Ferne gerichteten Blick sieht nicht in eine Ikone des 20.Jahrhunderts verwandelt; es würde nicht die Regale von Souvenirläden füllen und nicht auf den T-Shirts so vieler Jugendlicher auftauchen.

Mit geringen Abweichungen stimmen alle Berichte darin überein, dass Guevara am 8.Oktober 1967 gefangen genommen wurde und einen Tag später, ohne dass ein Gerichtsverfahren stattfand, sein Leben durch die Hand eines bolivianischen Soldaten verlor, der Befehle seiner Regierung ausführte. Guevara war zu dieser Zeit waffenlos und verletzt.

Andere Versionen beschuldigen direkt oder indirekt die CIA, besonders Félix Rodríguez*) – ein Kubaner in amerikanischen Diensten.

Kuba bleibt weiter dabei des Todes von Guevara am 8.Oktober zu gedenken, weil Fidel Castro in seiner ersten offiziellen Information diesen Tag als Todestag nannte.

Beim Gipfeltreffen Lateinamerikanischer Staaten im April 2015 in Panama wiesen kubanische Medien darauf hin, dass Rodríguez dort erschien, um einigen kubanischen Oppositionellen zu begegnen, die wie er am Treffen teilnahmen. Abgesehen von provokativen Attacken, die der Platz der Revolution (Regierungssitz) initiiert hatte, beschuldigte man die Aktivisten, dass sie angereist wären, „um den Mörder des Che zu umarmen“. Jene Person scheint heute vom Vorwurf der Tötung entlastet zu sein, auf Betreiben und dank einer regierungsfreundlichen Presse.

Kuba bleibt weiter dabei des Todes von Guevara am 8.Oktober zu gedenken, weil Fidel Castro in seiner ersten offiziellen Information diesen Tag als Todestag nannte. Deswegen gibt es an diesem Sonntag in mehreren Konzertsälen ein übereinstimmendes Programm mit symphonischen Werken, Lesungen und Liedern.

In Santa Clara steht ein Monument mit den sterblichen Überresten von anderen Kubanern, die in Bolivien während des Guerilla-Kriegs gefallen sind; dort wird die Hauptveranstaltung stattfinden um an den Todestag von Che Guevara zu erinnern. Keiner der Anwesenden wird es wagen, die signifikante Änderung zu hinterfragen, die der Gedenktag erfahren hat.

              Übersetzung: Dieter Schubert

 

Anmerkung des Übersetzers:

*) Nach der Gefangennahme Che Guevaras durch bolivianische Soldaten im Oktober 1967, verhörte ihn Rodríguez, wogegen sich Guevara jedoch weigerte. Nach eigenen Angaben war es Rodríguez, der den Befehl der bolivianischen Militärführung zur Erschießung Guevaras an die örtlichen Soldaten übermittelte. (Quelle: Wikipedia)

 

Abwesenheit bedeutet Vergessen

Raul-Castro-abandonaria-asumirlo-EFE_CYMIMA20170224_0007_13

Selbst wenn Castro heute nach Esmeralda, Punta Alegre oder Corralillo aufbrechen würde, könnte er sich nicht von dem Zweifel abschütteln, dass sein Besuch ehere das Ergebnis von Druck als aus eigenem Willen geschah. (EFE)

14ymedio biggerYOANI SÁNCHEZ | GENERACIÓN Y | 25.September 2017   

Den meisten Politikern im Amt gefällt es sich fotografieren zu lassen, während sie Kinder grüßen, mit den Arbeitern einer Fabrik reden oder ein Katastrophengebiet besuchen. Diese Bilder, von denen es unzählige gibt, bedeuten keine bessere Amtsführung der Regierung, ja nicht einmal ehrliche Sorge, aber sie folgen zumindest dem üblichen Prozedere.

Vor nun mehr als zwei Wochen verwüstete Wirbelsturm Irma zahlreiche Dörfer im Zentrum Kubas, fegte durch Gebiete an der Nordküste und überschwemmte das Küstengebiet Havannas. Raúl Castro hat keinen einzigen der betroffenen Orte besucht. Man sah ihn nicht einmal in der Nähe von Häusern ohne Dächer, von Gehsteigen, auf denen die Möbel in der Sonne trocknen, oder von Unterkünften, in denen sich diejenigen aufhalten, die nicht in ihre Häuser zurückkehren können.

In den ersten Tagen seiner Abwesenheit spekulierte man noch über den Gesundheitszustand des über Achtzigjährigen und eine mögliche Verhinderung an einer Reise in die betroffenen Regionen. Dennoch hatte Castro genug Energie, um Nicolás Maduro am Flughafen zu empfangen und zu verabschieden. Er entschied sich für ein Foto mit dem venezolanischen Präsidenten, statt mit der vom Sturm betroffen Bevölkerung.

Nachdem Wirbelsturm Irma über Kuba gezogen ist, hat Raúl Castro keinen der betroffen Orte besucht.

Die Gefühle, die durch diese Distanzierung hervorgerufen werden, sind widersprüchlich. Seine treusten Anhänger spekulieren darüber, dass er keine zusätzlichen staatlichen Gelder für einen Besuch, der eher symbolisch als hilfreich wäre, verschwenden möchte. Andere versichern, dass er bevorzugt junge Beamte vor die Kamera treten und an Präsenz gewinnen lässt, da er am kommenden 24.Februar das Amt des Präsidenten niederlegen wird.

Seine Kritiker dagegen sprechen von dem Verdruss, der den General nach einer Reihe von Niederlagen in Beschlag genommen hat. Dazu zählen unter anderem der gescheiterte Versuch eine einheitliche Währung zu schaffen, ausländische Investitionen anzulocken, die Korruption zu verringern, sowie einen gerechten Lohn für Arbeiter einzuführen, der ihnen ein Leben in Würde ermöglicht. Der Anführer der Kommunistischen Partei ist nur wenige Wochen bevor er sein Amt niederlegt von Müdigkeit befallen worden.

Nun ist es längst zu spät für ein Bild mit den Betroffenen. Selbst wenn Castro heute noch nach Esmeralda, Punta Alegre oder Corralillo aufbrechen würde, den Verdacht, dass der Besuch eher das Ergebnis des öffentlichen Drucks wäre und nicht sein eigener Wunsch, würde er nicht loswerden. Eine Momentaufnahme mit einer alten Frau, von deren Haus nur noch die Grundmauern übrig sind, wäre ein populistischer Akt. Aber das Fehlen dieses Fotos lässt ihn distanziert und gleichgültig wirken.

Wenn er dorthin geht, wo Irma eine Spur der Verwüstung zurück gelassen hat, verliert er, wenn er in seinem Palast bleibt verliert er aber ebenso.

        Übersetzung: Anja Seelmann

 

Leb wohl August, niemand wird dich vermissen

disparan-Cuba-aparatos-acondicionado-Marrero_CYMIMA20170620_0004_13

Überall ist die Anspannung zu spüren. Die Menschen, die in langen Reihen anstehen, gestikulieren laut und nutzen die erstbeste Gelegenheit, um jemand zu beleidigen oder das Klima zu verfluchen. (E. Marrero)

14ymedio bigger

YOANI SÁNCHEZ | GENERACIÓN Y | 31. August 2017

Wenn der Dichter T.S.Eliot auf Kuba geboren worden wäre, hätte er den August als den grausamsten Monat bezeichnet und nicht den April. Sobald der Juli endet und der September beginnt, wird alles komplizierter. Zu den hohen Temperaturen gesellen sich die Ferien von tausenden Schülern und Studenten sowie die Urlaubszeit der staatlichen Angestellten. Das bewirkt, dass der Alltag langsamer dahinfließt, warm und zäh.

Die Telefone in den Ministerien klingeln, aber niemand hebt den Hörer ab; die Beamten sind nicht an ihren Schreibtischen und ihre Sekretärinnen nutzen die Hitzewelle, um sich mit Hingabe dem Lackieren ihrer Fingernägel zu widmen. Alle rechtfertigen sich damit, dass es Sommer ist, alle geben dem Monat die Schuld, so, als ob es sich um einen Virus handeln würde, dessen einzig mögliche Behandlung darin besteht abzuwarten, dass er verschwindet.

Überall ist die Anspannung zu spüren. Die Menschen, die in langen Reihen anstehen, gestikulieren laut und nutzen die erstbeste Gelegenheit, um jemand zu beleidigen oder das Klima zu verfluchen. Es ist diese Lethargie, die uns am Denken hindert. Alle haben ihren Blick auf den September gerichtet, den herbeigesehnten Monat.

Trotzdem, auch wenn der August hinter uns liegt, geht das alltägliche Leben nur schleppend weiter. Ob es nun die Hitze, der Regen, ein Orkan oder der politische Betrieb ist, auf Kuba gibt es immer ein Argument für Apathie und Trägheit.

       Übersetzung: Dieter Schubert