Der letzte Mond von 2009

Gestern rannte ich vom Stadtviertel Cerro nach Hause in der Absicht, den Sonnenuntergang zu filmen und in meinen Blog zu stellen. Der letzte untergehende Feuerbogen war von Wolken bedeckt und es war nicht möglich, ihn auf die Kamera zu bannen. Etwas frustriert sah ich nach Nordosten und da erhob sich ein spektakulärer Mond aus der Leeseite der Rauchsäule von der Raffinerie Nico López. Licht neben Schmutz, ein Silberring in der Nähe der Flammen, die bei der Verbrennung des „dunklen“ Öls entstehen.

Zu diesem Text bringe ich für Euch einige Bilder dieses natürlichen Satelliten, der in seiner ganzen Größe über uns leuchtete. Auch schüttete ich den traditionellen Eimer Wasser um zwölf Uhr nachts von meinem Balkon als Akt der jährlichen Reinigung, um alles, was uns daran hindert als Nation voranzukommen, zu vertreiben. Heute Morgen trocknete die erste Sonne von 2010 die Pützen, die durch die Wassergüsse, die von den umliegenden Gebäuden fielen, entstanden waren. Wie ein mehrfacher und verzweigter Wasserfall hörten sich diese Springbrunnen an, die jedem Haus entströmten. „Das Böse soll verschwinden, es soll verschwinden“ dachten wir Millionen Kubaner einmütig.

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3 Gedanken zu „Der letzte Mond von 2009

  1. Schöne Bilder,besonders beim letzten Abschnitt die aufgehende Sonne.Dies brachte mich auf den Gedanken das in diesem Augenblick (Abgesehen von der Zeitverschiebung)die ganze Welt vereint ist mit der Frage was das Neue Jahr wohl bringt und der Hoffnung es möge sich zum Besseren wenden.

  2. Nach altem Brauch haben die Kubaner einen Eimer mit Wasser ausgeschuettet damit alles Schlechte verschwinde,,,Aber ach….wir muessen ja logisch bleiben,, oder bin ich zu pessimistisch aufgewacht.. hier in Chile diskutierten einige Politiker und Sachverstaendige ueber das 51.Jahr der kub Revolution und kamen zu dem Resultat dass dieses System so stark nach so vielen Jahren geworden ist dass man auf laengere Zeit rechnen muss damit es sich aendert oder verschwindet keines Falls vor dem Ableben von Fidel…Schoene Aussichten!!!Das Schlimme ist das so ein System Schule macht siehe Venezuela usw.Also wird dieses System weiter gehen mit der perversen Situation dass die in Habana kaum was zu essen haben und in Varadero sich die Tische biegen vor den Delikatessen und das alles im Namen des sog .Sozialismus!!

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