Unterhaltsempfänger

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Wir sind froh, wenn wir von diesem Lebensstadium genesen, das sich Adoleszenz nennt, besonders dann, wenn wir unabhängig werden wollen. Froh, eine Antwort gefunden zu haben auf die Frage, die wir uns so oft stellten: „Was wirst du tun, wenn du einmal groß bist?“ Froh, das Haus zu verlassen, ohne Erklärungen abzugeben, verantwortlich zu sein für unser eigenes Geschick und vor allem jene väterliche Mahnung nicht mehr anhören zu müssen: „Solange ich für dich aufkomme, hast du das zu tun, was ich dir sage.“

Nationen, die sich unter dem Schutz eines paternalistischen Staates entwickeln, laufen Gefahr, ihre Bevölkerung in einer Art von stagnierender Adoleszenz zu halten. Der Fall Kubas ist einer der paradigmatischen Beispiele. Wir leben unter der väterlichen Gewalt einer Regierung, die durch die Kontinuität der Personen an der Macht charakterisiert ist, die den Anspruch erhob, einen Teil unserer Grundversorgung zu subventionieren. Mit großem Stolz weisen die offiziellen Medien hartnäckig auf die kostenlose medizinische Versorgung hin und die kostenfreie Erziehung auf allen Ebenen des Unterrichts, ebenso auf die Existenz des rationierten Marktes, der angeblich einen Basiswarenkorb garantiert.

Es erweist sich als elementar, dass es öffentliche Mittel sind, die den Unterhalt bestreiten und sich aus diesen unberührbaren Vermögenswerten speisen, die die Arbeiter produzieren, aber nicht als Verdienst erhalten. Offensichtlich ist Arbeiten nicht stimulierend und das, was man verdient, reicht kaum, um aus dem Subventionierten Nutzen ziehen zu können. Papa Staat erlaubt nicht, dass man abweichende Meinungen äußert, und noch viel weniger, dass sich Leute im Bezug auf diese Ideen organisieren, oder die ökonomische Unabhängigkeit erreichen, und, um es auf die Spitze zu treiben, verlangt man von ihnen sogar noch unbegrenzte Dankbarkeit.

Glücklicherweise zielt alles im Laufe der Jahre auf Veränderung ab, wie es uns schon das paternalistische Familienmodell gezeigt hat. Die Kinder wachsen heran, werden schließlich erwachsen und nichts kann verhindern, dass die Jüngsten die Hausschlüssel übernehmen.

Übersetzung: Iris Wißmüller / iris.wissmueller@gmx.de

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