Bereit für den Mount Everest

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Jetzt sind es schon vier Monate, seit ich ohne Aufzug bin. 14 Stockwerke nach unten, 14 Stockwerke nach oben und noch immer gibt es keinen festen Termin, an dem der verdammte Apparat fertig sein soll. Die Montage läuft nach kubanischem Rhythmus ab, der dem von Schildkröten ähnelt, die Stunden um Stunden brauchen, um einige wenige Meter voranzukommen. Immer taucht irgendetwas auf, was die Frist verlängert, bis die neuen russischen Aufzüge eingeweiht werden, während meine Beine sich langsam mit denen von Bergsteigern messen können.
Falls der Eindruck aufkommt, dass der Blog zurzeit den Rhythmus der acht Stufen hat, die jeden Abschnitt meiner Treppe bilden – keine Sorge: Generation Y wird auch das überleben.

Y.

Übersetzung: Bettina Hoyer, Iris Wißmüller, Sebastian Landsberger

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Ein Gedanke zu „Bereit für den Mount Everest

  1. zu allen Ihren Aussagen: Ich bin in der DDR aufgewachsen und finde in Ihrem Blog alles wieder, was in der DDR Alltag gewesen ist. – Ich bin von Ihrem Mut angetan, den Sie mit diesen Veroeffentlichungen beweisen. – In Solschenizins Trilogie „Archipel GULAG“ hat mich am meisten beeindruckt, dass die Anstaendigkeit selbst unter grausamsten Behinderungen nicht ganz verloren geht, dass es Menschen gibt, die in absoluter Selbstlosigkeit den Mut zur Wahrheit haben, obwohl das Mitschwimmen ihnen das Leben viel leichter machen koennte. – Ein Witz von Radio Eriwan geht so: Anfrage an Radio Eriwan: „Kann man in der SU die Wahrheit sagen?“ – Antwort von Radio Eriwan: „Im Prizip ja. Jedoch lebt es sich ausserhalb von GULAG und Ljubljanka wesentlich angenehmer.“ – Und einer unserer großen Deutschen hat gedichtet: „Wo sich Menschen finden, die fuer Ehr´ und Recht, mutig sich verbuenden, weilt ein frei Geschlecht“. Diese Freiheit wuensche ich allen Menschen, im besonderen aber den Kubanern und hoffe, dass sich das noch zu unseren Lebzeiten eintreten wird. – Mit den allerbesten Gruessen! Johann Ebert, Am Westheck 162, D-44309 Dortmund

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