Steckbrief

    malecon.jpg

Heute bin ich mit Halsschmerzen aufgewacht. Schuld hat der kalte Wind, der am Malecón blies, während ich dort am Abend mit einem Freund saß. Wir haben über eine Stunde lang diskutiert – in der wir die Welt und die Insel verbessert haben – ohne zu merken, dass es immer kälter wurde. So bin ich also heute früh erkältet aufgewacht und mein Körper verlangte nach einem Tee mit Zitrone.

Mit diesem Imperativ ging ich zum nächsten Agro-Markt und erkundigte mich nach der grünen Zitrusfrucht meines Verlangens. Einer der Verkäufer erklärte mir: „Limonen gibt es nirgendwo, kauf‘ Dir besser eine Guave.“ Ich lies mich nicht überzeugen und überließ mich meiner Laune nach einer heißen Zitrone mit einem Schuss schwarzen Tee. Also lief ich bis nach Alt-Havanna, nur um in mehreren Agro-Märkten festzustellen, dass es auch dort keine Zitronen gab. Die Mandeln taten mir weh und ich war an dem Punkt einzulenken, ob es nicht besser wäre eine Tablette Vitamin C zu schlucken. Doch die Dickschädligkeit, die ich in den Genen habe, ließ mich darauf bestehen, die menschenscheue Frucht zu finden.

Gegen zwei Uhr nachmittags gab ich mich geschlagen. Die starken Halsschmerzen ließen mich kaum noch schlucken, waren jedoch nichts im Vergleich zur Verärgerung, die mir das „Verschwinden“ der Zitronen bereitete. Die nutzlose Suche hat mir ein längeres Unwohlsein bereitet als die Grippesymptome selbst. Sie hat mir ein paar stechende Fragen hinterlassen: Wie kann das sein, dass so viel fruchtbare Erde, so viele Menschen willens zu produzieren, zu handeln und zu verkaufen sich nicht mit einem reichlichen Angebot an Zitronen auf dem Markt kombinieren lassen? Warum ist der Marabu noch immer der „König der kubanischen Felder“? (Unternehmt nur mal eine Reise auf der Straße Richtung Pinar del Rio und ihr werdet ihn sehen.) Währenddessen gehen die Orangen, Mandarinen und – gar nicht erst davon zu reden – die Grapefruit ins Reich des Exotischen ein? Wann wird der Boden denen gehören, die ihn bearbeiten und nicht einem Staat, der ihn nur halbherzig in seinen verwahrlosten Latifundien benutzt? Soll ich weiter hoffen oder mich damit begnügen und den Geschmack von Zitronen vergessen?

59 Gedanken zu „Steckbrief

  1. Hallo Yoani und andere Ypsillons 😉

    Euer Blog wurde bei uns in den Medien erwähnt und wollte somit zum Preis „Josého Ortegy y Gasseta“ gratulieren, obwohl es leider (unüberraschter Weise) Probleme mit dem Verreisen ins Ausland gibt – diesbezüglich halte ich beide Daumen.

    Sonnenschein und Gruss aus der Tschechischen Republik!

  2. das traumschiff der ideologien fuhr
    zwischen skylla(sozialismus) und charybdis(kapitalismus)….
    .
    …und landete auf der insel der sonne.
    .
    und dort? chronische unterversorgung.
    .
    conclusio: schon wieder mit zitronen gehandelt?

  3. yoani eres una mercenaria vete alos probres de europapara que veas tu ideologia lo que es una mierda ojala que tedejen salir y novays acuba mas mercenaria viva elnacional zocialismo viva el fuhrer

  4. Hallo Yoani Sánchez.
    Dein Blog bewegt mich sehr.

    Auf einem imperialistisch geprägten Planeten muss sich ein sozialistischer Staat leider vor imperialistischen und kapitalistischen Einflüssen schützen.
    Das ist logisches denken und leider harte Realität.
    Aber die Realität in Deutschland ist auf keinen Fall weniger hart.

    Die Verführungen des Kapitalismus sind für den Menschen der es nicht besser weiß, einfach zu gross.

    Die westlichen Medien lügen Euch den Wohlstand vor, einzig zum Zweck, daß Ihr alle möglichst viel arbeitet um zu konsumieren und Euch und Eure Seelen letztlich zu verkaufen und zu zerstören und keine Kraft mehr habt Euch dagegen zu wehren und daran zu Grunde gehen werdet.

    Dies ist kein Leben!

    Und wer es nicht besser weiss, der fällt natürlich darauf herein…….
    Aber Yoani Sánchez…..was hier bei uns -in USA,Europa, aber auch in Deutschland, herrscht, ist das Werk der Schande.

    Wozu das alles? – Der Sieger ist der, mit dem meisten Geld -ihm wird es gut gehen, denn der hat sein Gewissen verkauft, und ihn interessiert es nicht, das sein verbrecherisch erworbener Reichtum auf Kosten der Verlierer heranwuchs.

    Die Verlierer haben allerdings meistens noch nicht einmal ihre Würde behalten.

    Alle 5 Sekunden stirbt auf diesem Planeten ein Kind an Hunger, der durch die kapitalistischen Staaten verursacht wurde.

    Die Subventionen der EU fabrizieren den Hunger in Afrika, der Zynismus der Kommissare in Brüssel ist bodenlos. Eine solche Weltordnung muss radikal bekämpft werden, meint Jean Ziegler.
    Bitte lies sein Buch „Das Imperium der Schande“
    Wenn Du es möchtest, werde ich es Dir gerne schenken.

    Wäre die Erde sozialistisch organisiert, gäbe es Reisefreiheit, Pressefreiheit, und alles was Du sonst noch vermisst.

    Ich denke, man kann die schöne Welt nicht bauen, ohne jemandem weh zu tun.

    Ich wünsche mir für Dich einen klaren und wachen Verstand!

    uli.

  5. Alex

    Der einzige sachliche Inhalt Deines Kommentars war die von Wikipedia abgeschriebene Definition von Revisionismus. Dessen haette es nicht bedurft, denn ich muss – im Gegensatz zu Dir – nur selten etwas nachschlagen und dann gewiss nicht auf Wikipedia.

    Also, hier die Antwort auf Deine Fragen:

    Warum das Zitat? Weil Du, gegenueber einer in Kuba lebenden Kubanerin aeusserst, Du wuesstest besser als sie, was in ihrem Land vorgeht. Wenn das nicht Ausdruck Deines sozialistischen deutschen Wesens ist, was dann?

    Che’s Massenmord? Che Guevara war es, der gleich nach dem Sieg der „Revolution“ in Kuba Straf- und Arbeitslager einführte. Er hat das Leben und die Arbeit in Kuba nach dem Sieg der „Revolution“ militarisiert und persönlich über die Ausführung von Hunderten von Todesurteilen wegen »Verbrechen gegen die „Revolution« gewacht. Der dreckige Che war es, der sagte, die Soldaten der Revolution müssten von »unbeugsamen Haß gegen den Feind« beseelt sein, einem Hass, »der sie in eine kalte Tötungsmaschine verwandelt.« Che Guevara brüstete sich damit, notfalls das gesamte kubanische Volk im Kampf für die Revolution zu opfern und Atombomben auf New York zu werfen.

    Falls Du ansonsten noch Fragen hast, Alex, lass hoeren! Ansonsten bestand Dein Kommentar leider ausschliesslich aus persoenlichen Angriffen, die sich allein aus meiner sachlichen Antwort hier erledigen. Sozialisten wie Du halten ihre Predigten vom Muellhaufen der Geschichte herab. Eure eseligen Theorien sind laengst widerlegt. Und Kuba wird Euch auch widerlegen. Dauert keine 10 Jahre mehr!

    Und mach Dir keine Sorgen wegen des Grabes des verrueckten Argentiniers. Das in dem Mausoleum in Kuba ist sowieso nicht echt. Da liegt er nicht. Er ist in Vallegrande, im Osten Boliviens, am Rande der Landebahn verscharrt, unter einer oeffentlichen Beduerfnisanstalt.

  6. Ich will mich nochmals melden.Das Kommentar von TC ist absolut unsachlich und uebertrieben,Mit dem Wort „Massenmoerder“ muesste man gerade in Deutschland vorsichtig sein.Aber um Cuba zu verstehen muessen wir auf die Anfaenge von Fidel zurueckgehen.Cuba war damals die Spielhoelle und das Bordell besonders der Amerikaner.Die Reaktion blieb nicht aus.Vorher war ja auch ein Diktator,Was nun die Demokratie betrifft. so versagt sie , wenn schlecht verwaltet wird, die Korruption blueht und die guten Absichten in der Hintergrund geraten,Das gilt fuer die ganze Welt.Aber Yoani ist Klasse!! Helfen wir und unterstuetzen wir sie, soweit wir koennen! Chao!!

  7. An TC:

    Bitte TC, gern geschehen!
    Anscheinend hast du es bitter nötig belehrt zu werden!
    Mit deinem politischen & geschichtlichen Verständnis scheint es nicht weit her zu sein….

    Was bist du für ein wirrer Geist, was soll dein völlig deplatziertes Geibel Zitat?
    Wie stellst du einen Bezug des Zitates „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ zu unseren Texten her?
    Klär mich doch bitte mal näher über den Massenmord Che´s auf !?!

    Entspricht das deinem persönlichen Geschichtsverständnis?
    Schon mal was von Geschichtsverfälschung gehört?

    Auch „Revisionismus“ genannt:

    „Versuche, bestimmte historische Tatsachen und damit verbundene Sichtweisen der eigenen Geschichte zu revidieren, um ein wissenschaftlich anerkanntes Geschichtsbild zu bestreiten und zu verändern“ Quelle : Wiki Artikel:Revisionismus

    Dein letzter Satz spricht für deine Niveaulosigkeit…

  8. Hola Yoani,

    ich bin gegen Sozialismus und Kapitalismus, meine Hoffnung
    zielt auf einen „globalisierten Humanismus“.
    Wenn sich alle Staaten dieser Erde darauf einigen, das zwar
    Grundbesitz Eigentum des jeweiligen Staates bleibt, aber
    eine ökonomische und ökologisch sinnvolle Nutzung durch
    jeden einzelnen Staatsbürger ermöglicht wird,
    (man darf ernten was man gesät hat) könnte jeder an einem
    vernünftigen Wohlstand partizipieren.
    Bei allen bisherigen Staatsformen bereichen sich doch auch
    nur immer kleine raffgierige Schichten!
    Ello

  9. Alex und Orita: Danke fuer Eure Politkomissar-Belehrungen! Am deutschen Wesen soll die Welt genesen, daran hat sich fuer Euch immer noch nichts geaendert. Che hatte Recht? Ich spucke auf das Grab dieses Massenmoerders!

  10. Alex, deiner Ansicht bin ich auch!

    Freiheit ist immer relativ.

    Zum Beispiel die Freiheit jahrelang nach einer passenden Arbeit zu suchen und sie nie zu finden, obgleich guter Ausbildung.
    Oder die FReiheit sowieso nirgends hinfahren zu koennen, weil man keine Arbeit gefunden hat und somit kein Geld hat.
    Che hatte Recht:
    das Geld veraendert die Psyche des Menschen ins Negative.
    Wo bleiben deine Ideale, liebe Yoani?

  11. Ich lese gerade die Briefe von Alex und Heike und das ist eben die Differenz von den beiden Weltanschaungen,Ich habe hier in Chile die Epoche von Salvador Allende miterlebt.Seien wir ehrlich diese Systeme koennen nur mit einer Polizeimacht ueberstehen anders gehts nicht ob sie nun Stasi, Gestapo, NKWD usw.heissen.Wir muessen waehlen zwiachen dne beiden, zugegeben dass das andere System auch nicht das Paradiesauf Erden ist, Aber es hat viele Moeglichkeiten zum Bessseren z kommen siehe zb China wo sich die Sache gelockert hat und mit welchem Resultat!!Es waere viel darueber zu sagen.Machts gut!!

  12. Alex

    Die sind deine Tatsache, aus deine Perspektive! Das was Du sagts mag nicht falsh sein aber ist sehr realtiv:
    “ die beste Gesundheitssystem…“ hat viele andere Seite. Kubaner gehen zum Artz um müssen dafür ein ganzen Tag nehmen, die Schlange sind riesig, die Lage in Krankenhäusern sind schelcht, Alles ist dort halb sauber, und wenn Du ein Medikament brauchts, kann passieren das die überhaupt nicht gibt in normale Apotheke, obwohl für dollars (Kubaner verdienen maximun 15 dollars monatlich) finden mann sie doch!

  13. Ich weiß nicht von welchem Cuba sie berichten, ich bin seit Jahrzehnten eng mit Kubanern befreundet und bin mehrmals im Jahr im Land.

    Natürlich gibt es Probleme, aber dass was sie hier schildern ist einfach lächerlich und entspricht nicht den Tatsachen.

    Tatsache ist, dass Cuba das – mit Abstand – beste Gesundheitssystem in ganz Südamerika hat (noch dazu kostenlos). Die Säuglingssterblichkeitsrate ist niedriger als in den USA (!) und ganz Südamerika, z.T. sogar besser als in Europa. Alles nachzulesen in Berichten der WHO.
    Vielleicht hätten sie lieber die kostenlosen Dienste eines Arztes in Anspruch nehmen sollen (ein Arzt auf 163 Einwohner) als sich den lieben halben Tag in Agro Märkten auf der Suche nach einer Zitrone zu vertreiben.
    Wenn mal wirklich keine Zitronen verfügbar waren (was mal passieren kann aufgrund der Ressourcenknappheit) gibt es immer noch Wege eine solche aufzutreiben sofern man will. Und Vitamin C Tabletten nützen bei Mandelentzündungen erst recht nicht.. (Geheimtip: z.B. Internationale Apotheke! Calle 20 Ecke Avenida 41 )

    Es gibt gravierende Probleme in Cuba, aber verglichen mit anderen „freien“ kapitalistischen Ländern in Südamerika gleicht Cuba eine Insel der Seeligen. Waren sie schon jemals in Brasilien wo 250.000 Menschen in den Favelas in Papphütten auf Müllbergen leben und sich von eben diesem Müll ernähren. Wo sie Gefahr laufen auf offener Straße erschossen zu werden nur weil jemand Gefallen an ihren Turnschuhen gefunden hat. Na Prost Mahlzeit ! Und sie regen sich darüber auf mal keine Zitrone zu bekommen, wenns im Hals kratzt ?!?! Sind sie auch schon mal auf die Idee gekommen das die Ressourcen- und Lebensmittelknappheit in Cuba in kausalem Zusammenhang mit dem jahrzehntelangen US-Embargo steht? Haben sie schon ein Land kennengelernt dass alle Güter und Waren das es braucht selbst produziert?

    Ich möchte ihre Situation nicht schönreden, aber etwas Weitblick und Differenzierungsvermögen in ihren Beiträgen wären schon angebracht !
    Ich wäre sonst geneigt zu glauben, dass sie Inhaberin eines von der CIA gefütterten Peso Convertible Kontos sind. Wenn in Cuba solche Zustände herrschen würden, wie von ihnen beschrieben, würden sie nicht mehr Blog schreibend vor ihrem Computer mit Internetanschluss sitzen – sondern in einer Einzelzelle des Staatsgefängnis.

    Aber glücklicherweise sind sie frei. (Wenn auch ohne Zitrone)

    Viva Cuba ! Hasta la verdad siempre!

  14. Have seen something about you in the news on tv today. You’re a very strong and interesting woman! I think the socialism has many advanatges. But if things went wrong like in your country it’s the best for this country to have people like you who are not afraid to tell the truth. Don’t stop fighting. World needs people like you!

    Yours Nina from germany

  15. Kann man sich denn nicht Zitronen auf dem Balkon oder im Garten selber ziehen oder direkt in einer Stadtgärtnerei oder aus der Vorstadt holen?

  16. Hallo Yoani,
    ich wusste, als ich meinen ersten Kommentar schrieb noch nicht,
    dass Du so gut deutsch kannst. Also einen Dolmetscher braucht`s dann ja wohl nicht.
    Ich habe deinen Blog erst heute Morgen entdeckt, Havannazeit etwa um tres del noche, da bin ich selber noch nicht ganz wach.
    Ich habe mir auch gerade auf der Webseite vom ZDF dein Interview angeschaut, das war sehr beindruckend !

    Liebe Grüsse nochmal aus dem kalten Deutschland,
    Matthias

  17. Ola Yoanis,
    eine wunderbare Möglichkeit, sich über Kuba zu informieren.
    Bei Deinen Beiträgen läuft es mir immer wieder eiskalt über den Rücken.
    Mach bitte weiter so und lass Dich von den Regierungsschergen
    nicht zu sehr ärgern.
    Ich war schon (erst??) 6 Mal in Kuba – ein wunderbares Land mit wunderbaren Menschen- und bin zuhause in Frankfurt
    sehr oft mit Kubanern zusammen, liegt unter anderem an meinen
    Salsakursen. Ich versuche gerade die Freundin meines Tanzlehrers -sie wohnt in Santiago- nach Deutschland einzuladen, ich hoffe, dass sie auch ausreisen darf. Leider reicht mein spanisch nicht aus, um meinen Beitrag in Deiner Sprache zu verfassen, vielleicht kann es Dir ja jemand übersetzen.

    Muchos saludos aus Frankfurt am Main,
    Matthias

  18. Liebe Yoani, ich bin geruehrt und begeistert von Deinen Ausfuehrungen die der Sache endlich mal auf den Grund gehen.Es ist ja allles so klar wie Klosbruehe!!Ich bewundere das kubanische Volk dass so stoisch alles ueber sich ergehenn laesst und kann mir ehrlich nicht vorstellen das die Leute das alles mit Freude ueberstehen,Ich bin fortgeschrittenen Alters und habe schon einige Diktaduren hinter mir.(In Deutschland und in Chile)ich hoffe weiter von Dir zu hoeren und moechte nicht dass Deine Meinungen ploetzlich abbrechen sollten Man kann ja nicht wissen….Alles Gute !!!

  19. mensch mensch mensch, is ja richtig was los und sogar zum Thema. Leider nicht ganz so poetisch wie Frau Sanchez, aber immerhin. Am meisten hat mich der Kommentar von Eva interessiert, hab es aber leider nicht richtig verstanden.
    Ich hab mich auch eine ganze Weile in Havanna rumgetrieben und ich fand es auch ziemlich leidlich. Und zwar nicht nur, dass die Lebensmittel/Waren recht eigenwillig beschafft werden müssen, das ganze Prozedere immer ziemlich viel Zeit in Anspruch nahm, dass kurze Besuche im Nachbarviertel sich ganz schnell zu ungewollten Tagesausflügen auswachsen oder unter Umständen schon als stundenlanges Rumhängen an der Bushaltestelle oder mit dem Ponchero(Reifenflicker) enden, sondern die unerträgliche Trennung zwischen KubanerInnen und NichtkubanerInnen mit allen Folgen, die das hat. Schrecklich. Du kommst vom Casa de Coctel (23y G) nicht bis zum Malecon ohne das deine Gruppe von der Polizei angehalten wird, wenn es mehr als 5 Personen sind und sich eine eindeutige Europäerin darunter befindet. Als NichtkubanerIn kommst du in den Genuss von Speisen und Orten, die den KubanerInnen grundsätzlich verwehrt werden oder ein Batzen Kohle kosten. Copelia, die Eisdiele schlechthin, hat einen Touristenbereich, in dem es bei meinem letzten Besuch immer mindestens doppelt soviel Sorten Eis gab, als im Pesosbereich. Das ist doch Mist,hey. Und ganz schlimm ist es, wenn du dich mit Behörden rumschlagen musst. Das geht gar nicht. Allerdings glaube ich dass sich in Havanna aber auch alles besonders zuspitzt. Auf der anderen Seite hat Kuba Flair, es ist schön und schmerzlich zugleich. Es zieht einen an und es stößt einen ab. Ich habe selten Leute getroffen, die so eine klare Vorstellung davon hatten was Freiheit für sie ist. Und das tut gut, sehr gut.

  20. Hola Yoani,

    auch wenn es schon 10 Jahre her ist habe ich dich doch sofort wieder erkannt im Fernsehen. Ich war in 1998 bei Euch zum Spanisch lernen und Reynaldo hat mich betreut. Die Zeit in Cuba gehört sicherlich zu meinen intensivsten Erlebnissen. Dein Blog ist wirklich toll und sehr mutig und ich werde ihn weiter verfolgen. Viel Glück weiterhin

    Liebe Grüße auch an Reynaldo, Teo und Junia

  21. Hallo Yoani,

    wie viele andere habe auch ich Dich am vergangenen Sonntag im zweiten deutschen Fernsehen gesehen und Dich natürlich sofort wieder erkannt.

    Ich war im Dezember 2006 bei Euch in Havana, habe die Zeit dort sehr genossen und viele Eindrücke mitgenommen.
    Herzliche Grüße – natürlich auch an Reynaldo, Teo, Pepe…..

    Gruß
    Christian

  22. Ja…Du warst da in Fernsehen und viele Leute haben Dich gesehen! Ich weiß genau dass, Alles so ist wie Du das erzählst, und auch das Manche haben die gleiche falsche romantische Vorstellung von Kuba wie ich früher. Aber bald wird es nicht mehr so sein! Mann kann nicht für immer und ewig blind sein zu wollen.
    Mach so weiter und lass Dich nicht runter kriegen! Bestimmt werden viele Y……, G….. H…Generationen auch irdgenwann den Mut haben!
    Auf jedem Fall, bist Du schon ein tolles Vorbild!

    Grüsse aus Deutschland!

  23. Buenos Dios Yoani,

    heute sah und hörte ich im Deutschen Fernsehen von Dir. Bin tief beeindruckt von Deinem Mut und Deiner Arbeit.
    Wünsche dir alles Glück der Welt und dass Du weiter unbehelligt bleibst.
    Ich kenne Cuba nur vom vorbeifahren in den 60ern und den Comics der Revolution, die wir beim Löschen unserer Ladung in Mittelamerika in den Laderäumen unseres Schiffes fanden.
    Euer Land ist schön und viel zu schade, um durch den Sozialismus noch weiter zerstört zu werden.
    Liebe Grüße aus Europa.

  24. Hola Yoani,

    habe heute im Deutschen Fernsehen den Beitrag mit deinem Interview gesehen, der mich sehr beindruckt hat.
    Komme nächste Woche nach Cuba und möchte dir meine Hilfe anbieten. Schreib mir einfach, was du dringend benötigst. Vielleicht kann ich etwas davon mitbringen. Besteht die Möglichkeit, dich in Havanna zu treffen? Wenn JA – kann ich dich telefonisch erreichen (würde mich nächste Woche direkt aus Havanna melden)
    Wäre dir dankbar, meinen Kommentar nicht zu veröffentlichen!

    Saludos :Peter

  25. Ich habe heute im Fernsehen von deinem Blog gehört. Ich werde deinen Blog mit meiner Spanischklasse verfolgen, auch den spanischen. Es ist Landeskunde pur! Und dazu noch in einer wunderbaren Sprache. Die deutschen Kinder können sich nicht vorstellen, dass man wegen einer Zitrone durch die ganze Stadt läuft.
    Ich hoffe noch auf viele weitere Beiträge und wünsche dir, dass sich deine Situation bald ändert. Ich wünsche dir viel Kraft.
    ¡Ánimo!

  26. Hallo Yoani,

    Das was du gesachtst hast über ein Volk das nicht mehr Seekrank sein kann, hat einen grossen Eindruck auf mich gemacht. Sehr poëtisch.

    Grüsse aus Amsterdam.

    Dieter

  27. Hallo Yoani,
    vielleicht sollten sie einmal gründlich darüber nachdenken, wie man bestehendes verbessern kann und wo die waren Ursachen für den Zustand Kubas sind. Hier in der ehem. DDR beginnt man, leider zu spät, nach fast 20 Jahren Überstülpung der Freiheit darüber nachzudenken, was man 1989 falsch gemacht hat mit dem Freiheitsdrang. Freiheit ja aber immer im Interesse aller, nicht die Freiheit von Verbrechern, Abzockern, Betrügern und korrupten Elementen. Leider verliert man bei dem Geschwätz über Freiheit schnell die Übersicht, was damit wirklich gemeint ist.
    Zu den Zitronen ein Wort: Führen sie in Kuba doch einmal das deutsche Kleingartenwesen ein. Dann wachsen bestimmt in jedem Kleingarten Zitronen bäumchen und das Problem ist aus der Welt geschafft.

  28. Hallo Yoani,

    ich liebe Cuba als Land und seine Menschen. Ich war schon zweimal auf dieser herrlichen Insel. Mich hat damals schon die Mangelwirtschaft und der Zerfall des kulturellen Erbes betrübt. Ich verfolge aus der Ferne interessiert die Entwicklung Cubas. Immer wenn ich Cuba im Fernsehen oder Radio höre, bin ich interessiert dabei. So habe ich auch viel über die jüngere Geschichte Cubas erfahren und ich zolle Fidel durchaus Respekt, jedoch war ich zunehmend schmerzlich verärgert über seinen Altersstarrsin, der es nicht zuließ eine sanfte Privatisierung zuzulassen. Die Lage des Landes zeigt ganz deutlich das seine Vorstellungen gescheitert sind. Ich hoffe und wünsche , das Cuba unter Raoul seinen eigenen Weg findet, sodaß der Mangel für die Bevölkerung bald ein Ende hat. Ihr hättet es auf jeden Fall verdient. Ich werden diesen Blog auch in mein Informationsfindung mit aufnehemen. Macht weiter so, meine besten Wünsche begleiten Euch.
    Detlev

  29. Liebe Grüßen aus Deutschland, denn auch heute wurde „Dein“ Interview nochmals im ZDF (13.35 Uhr) gesendet. Ich habe 2 Kinder (7 + 11), mit denen wir häufig über ähnliche, wie die von Dir geschilderten Probleme der schlechten Versorgung in anderen Ländern reden. Hier kann man sich in den Supermärkten vor Waren kaum retten, es ist beschämend. Wissen ist das Eine, Helfen das Andere. Auf diese riesige Distanz ? Können wir was tun? Und wenn jetzt der Bruder von Fidel alles so weitermacht, wird´s auch nicht besser. Vermutlich könnte Euer Land komplett und gut vom Tourismus leben, ähnlich Ländern in Europa am Mittelmeer oder Atlantik. Aber auch hier gibt es große Unterschiede zwischen Arm und Reich, das sollte man nicht verschweigen, es ist nicht alles nur super. Aber bei uns braucht kein „Armer“ zu verhungern oder auf Zitronen verzichten – er ist zwar „arm“, aber auf relativ hohem Niveau! Ich wünsche Dir und Deinen Mitstreitern alles Gute, eine deutlichere Beseerung Eurer Lage und keine Repressalien!

  30. Hallo Yaoni
    Zu deinem Mut kann ich dir nur gratulieren und dich gleichzeitig bitten nicht aufzugeben oder dich entmutigen zu lassen. Die Welt und vor allen Dingen deine Heimat braucht Leute wie dich.
    Herzliche Grüsse
    Robert Weyler

  31. Hallo,
    erst einmal ein toller Blog und mein Respekt vor dem Mut zum Regime.
    Das Team rund um das Thema World of Warcraft Bot MMOGLIDER.de sagt :
    Dont give up the fight …
    Stay as long as you can and we link from us to get more visitors …

  32. Aus einem Land, daß sich anscheinend aus Übersättigung immer mehr den linken „Heilsbringern“ in die Arme wirft, sende ich Ihnen herzliche Grüße und danke Ihnen für das ungeschminkte Bild sozialistischen Alltags…

    Ich habe mir erlaubt, Ihre Seite unter „Kubanisches“ in meine „Wäscheannahme“ (Blogroll) aufzunehmen.

    Möge die Globalisierung auch Kuba Freiheit bringen.

  33. Hallo Gerhard, Herbert, Thomas

    So ist das, ihr habt recht. Diese einfache Beispiele zeigen dass Kuba ist ein zerfalltes(?) Land! Und stimmt auch: es konnte so viel drauf wachsen!
    Es gibt jetzt auch noch mehr Freschheit zum regieren, mehr Angst für Amerikaner, aber weniger Freiheit für Kubaner, weniger Gelegenheit um was neues ausprobieren, mehr Unterdrückung…Ja warum nicht die „Freiheit“ die Thomas oben in Frage stellt… Was bedeutet Freiheit für Sie? Wieso sind Sie nicht damit zufrieden? Wieso fahren Sie nicht entgültig nach Kuba und leben Sie dort wie Kubaner? Danach, glauben Sie mir, Sie werden zufriedener sein mit das was Sie haben. Egal wie viel Korruption steckt dadrinen, Sie konnen immer wieder eine Entscheidung treffen, sogar die Korruption bekämpfen!
    Raúl sagt dass ab jetzt, es wird sich Manches verändert. Nach 49 lange Jahre !!!
    Solche Stategien die mann entwickelt wenn mann weißt dass mann schon verloren ist…, funktionieren nicht. Auf jedem Fall, nicht Lange!
    Grüße und danke von uns Kubanern, für eure Widmung an Kuba!

  34. Hallo!

    Mit Ihrem Artikel haben Sie Erinnerungen geweckt , und ich glaube, bald werden nicht nur Zitronen wachsen in Ihrem wunderbaren Land.Zu Fuß bin ich leider oder besser
    „nur“ einige Wochen durch Ihr Havanna gestreift.Und mich zieht und drängt Ihre
    ganze Heimat.Lassen sie alles gemächlich wachsen und wässern Sie behutsam.
    Liebe Grüße
    Herbert

  35. Hallo Gabriel,

    Sie haben meinen Kommentar gelesen und geanwortet. Danke.
    Was den marabú anbelangt: Unter http://www.cubanet.org fand ich einen Artikel mit dem Titel: Llegó el marabú a Artemisa und gleich daran anschließend: Se derrumba un hospital. Beide Artikel sind Beispiele für den Zerfall des Landes.

    Saludos
    Gerhard

  36. Hallo Yoani,
    Sie werden bald erleben, wie toll die angestrebte Freiheit ist.
    Man kann sich alles kaufen und überall hinreisen. Man braucht zwar Geld dazu, aber das kann man sich verdienen. Falls man noch eine Job findet für den genug bezahlt wird. Dank der Globaliserung, an der Ihr dann auch teilnehmen dürft, bleibt das Leben nicht langweilig. Wenn Ihr erst eine richtige Demokratie habt, kann man sich sogar die Regierungen kaufen, wenn man genug Geld hat. Aber das kann man sich ja verdienen….also weg mit diesem hinderlichen Sozialismus und her mit der Freiheit…was auch immer dies dann sein mag.
    Cuba Libre

  37. Hola Yoani,

    ich werd verrückt – ich habe DIch heute in den Nachrichten gesehen und natürlich gleich wieder erkannt!

    Ich war 2001 bei Euch in der Schule gewesen. Du hast sicher noch Kontakt zu Reynaldo, Marylin, Nelson, Juanikiki, etc. – damelos mis recuerdos! Und natürlich auch an Deinen TEO! …und schreib, wenn Du Dich noch an mich erinnerst.

    Hasta luego,
    Mike

  38. Hallo Yoani,

    Dein Blog wurde im „Heute Journal“ des ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen) erwähnt. In den nächsten Tagen werde ich ihn ausgiebig studieren.
    Erst einmal viele Grüße aus Deutschland

    Wolfgang

  39. Hallo Gehard,

    Ich muss Ihnen gratulieren, um im Stande zu sein, die Texte von Yohani zu übersetzen. Sie schreibt sehr gut, aber ihr Vokabular schließt ungewöhnliche Wörter ein.

    Sorgen Sie sich über „marabú“ nicht. Ich bin spanisch, und ich musste das Wort im dictionay aussehen

  40. Liebe Yoani,
    in unserem Spanisch Konversationsclub haben wir deinen Artikel auf Spanisch gelesen. Es gibt hier immer noch Menschen, die glauben, dass das sozialistische System gut sei für die Menschen. Sie sagen dann: Das Gesundheitssystem ist doch für alle gratis. Mich erinnert das daran, wenn gesagt wird: Aber Hitler hat doch die Autobahnen gebaut.
    Dein Artikel hat sochen Teilnehmern unseres Kurses die Augen geöffnet.
    Du schreibst wunderbar. Was für eine Sprache! Auch die Übersetung ins Deutsche ist sehr gut. Vielen Dank.Ich habe auch raus gekriegt, was mit dem marabú gemeint ist.
    Un abrazo
    Gerhard

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