Rote Chronik oder „die Stadt ist schon nicht mehr meine…“

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Ungefähr ein Dutzend Jugendliche haben meinen Freund Gerardo und dessen Freundin in einer Nacht Anfang Dezember angegriffen. Sie gingen durch die Belascoín Straße als die Meute – die aus einem Konzert aus einem nahe gelegenen Park kam – sie aufhielt. Der Rucksack meines Freundes war die größte Versuchung und die Schultertasche von Elena schien ihnen gute Beute. Sie haben sie mehrere Meter mitgeschleift, um sie zu „überreden“ die Tasche loszulassen, während Gerardo versuchte, bei unerschrockenen Passanten und Leuten an der Bushaltestelle Hilfe zu holen. Niemand half ihnen oder rief die Polizei. Abgewandte Gesichter überall, während sie von den Angreifern verfolgt rannten.

Am Ende konnten sie sich – Dank des Wächters – am Haus der Freimaurer in der Carlos III. Straße retten. Als die Polizei kam, war Elena nur noch ein Nervenbündel und ihre Tasche war weg. Sie haben keinen der Typen gefunden waren aber mehrere Stunden auf der Polizeistation, um – immer und immer wieder – ihre Geschichte zu erzählen. Die Behörden erklärten ihnen es sei eine Verrücktheit in dieser Gegend – im schlecht beleuchteten Zentrum – spazieren zu gehen. Währenddessen begannen die Schläge, die sie bekommen hatte schon blaue Flecken zu werden.

Die ganze Geschichte erinnert mich an ein Lied von Carlos Varela: „auch wenn sie kein Geld bei Dir finden / sie lassen Dich auf der Straße liegen / und trotz der Schreie, des Blutes und Gott / kommt keine Polizei, nein, nein / Die Stadt ist nicht mehr dieselbe… nein, nein“.

4 Gedanken zu „Rote Chronik oder „die Stadt ist schon nicht mehr meine…“

  1. Als allererstes ein Danke an Fidel!

    Hallo Schubert

    Kuba = Tibet(China), Birma
    Na ja ich denke da haben Sie was verpasst!

    Ein grosses Dankeschön an Sie Yoani Sánchez. Ich lerne Kuba viel besser kennen mit Ihrem Blick und Ihrer Weise zu schreiben.

    Kuba braucht wirtschaftlichen Spielraum im innern und ausserhalb des Landes aber jetzt und heute vor allem im Innern. Der Staat soll sich auf seine Ideale besinnen und diese auch weiter foerdern. Erlaube Unternehmertum und erhebe Steuern und Sozialabgaben. Die Landwirtschaft fördern mit der Freigabe von Böden zur Nutzung aber gleichzeitig auch zinslose Kredite vergeben für landwirtschaftliche Maschinen und Installationen. Ich wünsche Kuba mit seinen Menschen und seiner ganzen Bildung eine tolle Zukunft.

  2. Hallo Uli Freyberg,

    es lohnt sich sehr wohl für ein sozialdemokratischeres System zu kämpfen, als es der Sozialismus je bieten kann. Verdientes Geld das den Kapitalismus ausmacht ist doch auch nur ein Tauschgut. Genauso sieht es in einem von Mangelwirtschaft geprägten Land doch aus. Man tauscht was man bekommt gegen das was man eben „ergattern“ kann. Warum sollen nur die Bonsen an der Parteispitze davon etwas bekommen. Geld ist für jeden normalen Menschen der Antreib Leistung zu bringen. Dafür zu arbeiten ist zwar anstrengend, wird aber auch entlohnt. Es ermöglicht mir Waren zu kaufen und schafft anderen den Anreiz diese auch für andere herzustellen. Ich wünschte du hättest wie ich deine Jugend in der DDR verbingen düfen. Dann würdest du weder so abfällig über unser Gesundheitssystem noch über unser Bildungswesen sprechen. Schau dir doch mal die Pyramide von Maslow an und entscheide selbst bist zu welcher Stufe du es im Soziallismus geschafft hättest. Natürlich ist unser System verbesserungswürdig dafür sind war ja auch da. Sozialismus als Ideal ist längst seinen eigen Theorien zum Opfer gefallen. Nähmlich der das alle Menschen gleich sind. Nonsens – den menschen sind gierig und wollen stets mehr. Was auch nicht unbedingt falsch ist. Befreit Kuba, Tibet, Birma and the whole World von den wenigen Menschen die es vom Wohlstand abhalten. Blessings Mark

  3. Hallo Yoani Sánchez.
    Ich schreibe Dir hier aus Deutschland.
    Ich muss Thomas leider zustimmen. Bei uns in Deutschland sieht es nicht anders aus. Im Gegenteil.
    Unser Gesundheitssystem ist für uns einfache Menschen nicht mit dem in Kuba zu vergleichen.
    Unser Bildungssystem ist für uns einfache Menschen nicht mit dem in Kuba zu vergleichen.
    Da geht es euch bedeutend besser. Ich weiss es aus sicherer Quelle.
    Und was gibt es denn wichtigeres im Leben als die Gesundheit und Bildung?
    Ich finde es schade, dass Du Dich dem Kapitalismus und Imperialismus unterwerfen willst, denn nichts anderes signalisierst Du der Welt.

    Denn der Kapitalismus ist ein System, daß uns und unsere Lebensbereiche kaputt macht.
    Dieses System beruht auf der Ausbeutung der ArbeiterInnenklasse – jener Klasse, die gezwungen ist, ihre Arbeitskraft zu verkaufen – durch die Klasse der Kapitalisten.
    .
    Diese Maschinerie der Ausbeutung und Unterdrückung saugt Kraft und Lebensenergie aus unserem Geist und Körper und erzeugt
    Frustration und Aggression.

    Ich meine, Du solltest Deinen mühsam erkämpften sozialistischen Staat schützen.

    Ich hoffe, Du bekommst diesen Text übersetzt (leider kann ich kein Spanisch)………………und wünsche Dir trotzdem alles Gute, und hoffe auf eine Antwort von Dir.

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