Blogger Plattform

    blogger_cuba.jpg

Macht Euch keine Sorgen, wenn ich für ein paar Tage nicht im Cyberspace bin. Ich bin gerade dabei einen Blogservice aufzubauen, damit Leute aus Kuba ihre eigenen Posts schreiben können. Wollen wir doch mal sehen, wer von den Verrückten mitmachen will… Bis jetzt habe ich sieben Leute überzeugt…

Die Themen werden unterschiedlich sein. Kultur, Gesellschaft, Persönliches, so wie das, was ich hier gerade mache. Die Kommentare: offen und demokratisch, sogar für die, die ihre Beschimpfungen los werden wollen. Die Ziele: die Vielfältigkeit, die Meinungsäußerung und die Therapie zu sagen was man denkt. Klingt doch gut, oder?

Advertisements

11 Gedanken zu „Blogger Plattform

  1. Hola,

    ich finde es total Klasse, dass Du diesen Blog machst, ist bestimmt nicht einfach. Du bist hier eine Berühmtheit ;). Uberall berichtet man uber den
    Generation Y Blog. Ich finde sozialen Liberalismus gut, aber Socialismo o murte total sch… Was würde Che nur dazu sage, das hätte er nie gewollt.

    Viele liebe Grüße aus Deutschland und mach weiter so!
    Holger

  2. Hallo,
    habe aus der linken Wochenzeitung Freitag von dem Blog erfahren und freue mich sehr, dass eine direkt Kommunikation mit und um Kuba damit möglich ist.
    Ich war mit meiner Familie in den letzten 2 jahren 2 Mal auf Kuba und obwohl es touristische Reisen waren, sind wir viel im Land rumgefahren, haben z.T. auf englisch aber mit meinem portugiesisch uns ganz gut verständigen können – mit vielen KubanerInnen gesprochen uns mit einigen ein bißchen angefreundet. Uns haben Land und Leute und besonders ihr Selbstbewußtsein gefallen.
    Das System des peso convertible hat uns als intelligente Lösung (zur Deviseneinnahmen von denen, die sie besitzen – Touristen) imponiert, stellt es doch eine Möglichkeit, die weltweit politisch gemachte Währungsisolation zumindest punktuell ausser Kraft ohne das Leben der Bevölkerung zu verteuern. Was m.E. eine Gefahr darstellt, ist dass es eine zusätzlich künstlich priviligierte Gruppe gibt – all die, die mit Tourismus zu tun haben, sind plötzlich „geldpotenter“ als z.B. Lehrer oder Polizisten usw. Auch wenn ich keine kluge Lösung dafür habe, sehe ich diese Kehrseite.
    Bewundernswert ist für mich, der Zugang zu Bildung, Gesundheit – den selbst so reiche Länder wie Deutschland und die USA nicht erreicht haben.
    Ebenso, im Gegensatz zu anderen lateinamerikanischen Ländern, geringes Elend, Armut ist für uns sehr wahrnehmbar gewesen, aber es gibt einen Unterschied zu Elend.
    Bedenkt man wie lange Kuba isoliert war, wirtschaftlich aber auch in Bezug auf Akzeptanz und einem internationalen Gedankenaustausch, finde ich die Menschen erfrischend offen und würdevoll.
    Nur manchmal war eine große Resignation/Lethargie, als ob es sich nicht mehr lohnt sich zu engagieren/zu investieren, als ob man auf „etwas“ wartet, um danach richtig zu leben anzufangen, zu spüren, die lähmend wirkte und uns bedrückt hat. Auch deshalb freue ich mich sehr, dass mit Yoani aus meiner Sicht ein aktiver Beitrag dagegen merkbar ist.

    Ich hoffe, dass der lebendige trotzige Geist, den ich meinte zu sehen bleibt, die Menschen sich nicht gänzlich von dem „tollen bunten kapitalistische Westen“ so blenden lassen, wie seinerzeit in der DDR – denn damit wäre eine Vereinnahmung gewiss. In Deutschland bieten sich viele Möglichkeiten, Menschenrechte werden sicher & gut geachtet, Partizipation wäre möglich, leider nutzen sie sie nicht viele u.a. deshalb, weil sie mangels Bildung davon wie von Zusammenhängen gar nichts wissen. So ist es möglich, dass bei uns immer mehr Menschen arm gemacht werden, der Sozialstaat demontiert wird und sich kaum Widerstand regt. Letzlcih ist es genau so schlecht, dass es auf Kuba keine Zitronen zu kaufen gibt, wie hier die Ware Zitrone zuhauf da ist, aber immer mehr Mneschen sich diese nicht leisten können – das Ergebnis ist keine Zitronen!

    Es finden sich immer wieder Menschen, die sich einbringen gute menschengerechte & friedliche Ideen voranbringen, davon müssen mehr her hier wie in Kuba. Hier könnten wir von der sozialen Verantwortung für einander (von der auch Che ausging) von Kuba glaube ich lernen. Gerecht ist unser System nicht – es fördert die, die schon genug haben/besitzen -es ist eben ein kapitalisitisches, welches die Verwertbarkeit von Menschen im Fokus hat, dies gilt es zu ändern, ohne dabei individuelle Menschen-/Bürgerrechte zu vernachlässigen – venceremos.
    Anabela

  3. Wir im Westen zensieren uns fortwährend selbst. Wer sagt auf Arbeit immer seine Meinung? Wer sagt es im Internet öffentlich und unter seinem Namen? (Claudia Müller – versucht mich mal zu identifizieren!) Die Medien berichten nicht ausgewogen, sondern manipulieren und verschweigen. Ich sage, nicht, dass unser System den gleichen Unfreiheitsgrad hat wie Cuba, aber frei sind wir nicht. Nur in der Anonymität des Internets, wenn man Claudia Müller heißt und Ort und Geburtsjahr nicht verrät.

  4. Hola Yoani und Kommentatoren

    Ihr solltet euch alle die ihr nach, möglichst noch grundlegenden, Veränderungen ruft die mahnenden Kommentare derer die damals in der DDR nach ebendiesen riefen sehr zu Herzen nehmen !!!

    Ich kenne Cuba nunmehr aus mehr als 20 Reisen, und das sind keine „Touri-Reisen“, und nach meiner Einschätzung wird es den meisten nach einem Wandel bei weitem schlechter gehen !!

    Dafür das Cuba, in allen Bereichen, auch nur halbwegs normal funktioniert braucht man in etwa die Hälfte der derzeitigen Bevölkerung !!!

    Die anderen werden dann gar keine Möglichkeit haben auch nur ihr menschenwürdiges Überleben zu sichern, geschweige den zu Reisen, sich zu bilden, medizinische Versorgung zu erlangen !!!
    Als Beispiel möchte ich auf eure Nachbarinsel verweisen. In diesen ach so freien und demokratischen , von den so tollen USA protegierten-bei solchen Freunden braucht man keine Feinde mehr, Haiti und `Domrep`geht es allen richtig gut und toll und alle sind total happy !!

    Und wollen doch ebenso alle weg ??!! Sollte da etwas nicht stimmen ??!!

    Abgesehen davon das weder Europa noch die USA/Kanada so einfach Visa erteilen. Wo wollen den dann all die Cubaner hinreisen ?

    Das soll aber nicht heißen das Missstände nicht Aufgezeigt und Veränderungen nicht angemahnt werden sollten.
    Ihr solltet euch nur VORHER überlegen, sehr gut überlegen, welche Veränderungen ihr wollt !!

    mfg Stephan

  5. Hallo Yoani,
    ich nochmal, jetzt auf deutsch, weil mich das spanisch doch ziemlich begrenzt. Außerdem bin ich so sehr von allen anderen spanischen Kommentaren beeindruckt, dass ich mich gar nicht traue auch was zu sagen. Und nochmal: Ich freue mich wirklich wirklich sehr, dass du diesen Blog machst, es gibt ja ein reges Interesse. Es ist so notwendig einen Raum zu finden, in dem das was einen bewegt ausgesprochen und besprochen werden kann. Vielleicht erreicht ihr ja gemeinsam irgendwann einen Punkt an dem ihr sagen könnt, dass ihr nicht nur über das reden könnt was euch bewegt, sondern auch einen Gegenentwurf entwickelt habt. Es wäre so wünschenswert und so unglaublich angesagt, dass ihr wahrscheinlich total hipp werden würdet. Wenn ich „ihr“ sage meine ich die Bloggergemeinschaft, alle die wirklichen und möchtegerne Y´s. Im Grunde könnte ich mich ja auch angesprochen fühlen, tue ich aber nicht, ich werde ja auch nicht mit „Y“ geschrieben, sondern mit „C“ und ich gehöre zwar einer ähnlichen Generation an, auch „Nu pagadim“ und Fahnenappell, ebenfalls in den 70-igern geboren in einem Land, dass es seit bald 19 Jahren nicht mehr gibt und dass hier als „real existierenden Sozialismus“ bezeichnet wird (wohl aus Respekt vor Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Karl Marx oder so). Doch habe ich im Gegensatz zu den Kubanern und Kubanerinnen die Wende in einer ganz anderen Art und Weise durchlebt als ihr: ich bin nicht durch leere Kaufhallen geschockt worden, sondern durch über- und über- und überquellende. Ich bin nicht von einer bürokratisch an alten Idealen festhaltenden, unflexiblen und ziemlich verstaubten Funkionärskaste desillusioniert worden, sondern durch einen agilen, superperfiden, dir jedes Fitzelchen Idealismus für Dummheit verkaufenden, globalisierten Turbokapitalismus, der die Reichen immer reicher und die Dummen immer dummer werden lässt. Geschockt und desillusioniert bin ich trotzdem. Und das haben wir wohl gemeinsam. Naja, jetzt habe ich irgendwie den Faden verloren, aber den finde ich schon wieder. Was ich noch sagen wollte: der deutsche Staat hat die „pactos sobre derechos humanos“ unterschrieben, doch was nützt dies, gesetzt dem Fall dieser Staat würde sich daran halten, wenn sie unter der Bevölkerung nicht Konsens sind? Und sie sind nicht Konsens. Ach ja und da ist auch wieder mein Faden: Ich glaube in Cuba ist es immer noch recht einfach auszumachen, an wen sich eure Forderungen richten, fußt doch die aktuelle Gesellschaftsform auf eine Rebellion und dem Versuch eine gerechtere Gesellschaft zu bauen. Ob dem jemals so war sei jetzt mal hingestellt. Doch könnt ihr euch ruhigen Gewissens hinstellen und von einem sich als sozialistisch proklamierenden Staat die Einhaltung der Menschenrechte fordern. Fordern, dass jedes Glied dieses Staates sich daran hält und euch darüber beschweren, dass er nicht mal Milch auf euren Frühstückstisch stellt. Was würde denn passieren, wenn klar würde, dass dieser euer kubanischer Staat auch nur das Abbild des „pueblo cubano“ ist. Das, wohin es sich mit all seinen Stärken und Schwächen entwickelt hat. Die Unmenschlichkeit diese Systems nicht dem System anhängen, sondern das System als eine von Menschen gemachtes und ausgefülltes Etwas sehen. Und die Unmenschlichkeiten, die von ihrer momentanen Form der Organisation ausgehen, auf jeden Einzelnen an diesem Staat Beteiligten zurückführen. Wo kämt ihr dann hin? Ist das legitim? Ich weiß nicht. Jedenfalls tue ich das im Falle des Staatsgebildes in dem ich hause und wahrscheinlich bin ich deshalb so desillusioniert. Es bleibt viel mehr zu tun als zu fordern, handeln, bloggen? Du siehst, ich tauge nicht gut für runde Artikel, aber es ist ja nur ein Kommentar. Viele liebe Grüße auch an Macho und Macho jun.

  6. Hola,

    mit Interesse beginne ich, Deinen blog zu lesen.
    Vor 54 Jahren hat mir mein Vater von einer Geschäftsreise in Dein Land herrliche Bilder und Berichte mitgebracht. Was ich so lange im Gedäechtnis bewahrt habe, beginnt nun wieder aufzuwachen und ich hoffe mit Dir, dass Dein Land wieder zu dem werden kann, was es einst war.

    Menschen wie Du, die ihre Mitmenschen aufmerksam machen auf das Schöne und auch auf Brachliegende in ihrem Land, sind selten. Ich wünsche Dir die Kraft und die Möglichkeit Eurem Land etwas vom alten Glanz zurück zu bekommen. uschi

  7. Hi Yoanni….!

    Ich kann mir im Sinne der Plausibilität nicht erklären, warum Du keine Zitronen finden konntest…. Werden Citrus Früchte denn exportiert?
    Deiner Beschreibung nach, hattest Du aber einer Halsmandelentzündung.
    Wäre denn ein Arzt Besuch zu kostspielig?

    IM Leben gibt es immer 2 wichtige Faktoren: das Ying und das Yang…Alles ändert sich zwangsläufig ob zum Guten oder zum Schlechten.

    Im Neuen Europa, gibt es nach den Neuen Studien: 25 Millonen armen!
    Die können theoretisch überallhin fahren…Aber nur theoretisch!

    Würde Dir eventuell Mahatma Ghandi inspirieren?

    Einfach rebellieren um des rebellierens Willens, kann nicht die Lösung sein.

    Herzliche Grüsse!

    EVMOLL

  8. Wernigeröder Filmkunstclub

    Hola, hier möchte ich mich auch einmal bei dir melden und mitteilen das ich Deinen Mut bewundere!
    Vielleicht komme ich auch mal nach Kuba, was mir zur Zeit noch nicht finanziell möglich ist. Trotzdem mag ich eure Mentalität und Musik und Lebensfreude.Ich hoffe auch, dass sich Eure Lebensbedingungen unter Raoul verbessern und Ihr einen “dritten Weg” hin bekommt.
    Saludos
    Lothar

  9. Hola,
    auf Grund besagter Nachrichtensendung habe auch ich den Blog gefunden.
    Und ich freue mich, diese Alltagsgeschichten, Gedanken und Probleme lesen zu können.
    Ich war schon drei Mal in Kuba (Rundreise, Salsa kennengelernt, daheim richtig gelernt und dann auf zwei Tanzreisen in Havanna und Santiago), aber als Tourist in der Gruppe, mit Reiseleitung, trotz engem Kontakt mit den kubanischen Tanzpartnern, bekommt man einfach zu wenig vom richtigen Leben in Kuba mit.
    Dein Land, die Leute, die Musikalität und Lebensfreude, trotz schwierigster Bedingungen, faszinieren mich sehr. Ich werde wieder kommen (und versuche gerade etwas Spanisch zu lernen). Allerdings gefällt mir Santiago von der Athmosphäre besser, Havanna ist zu überlaufen.
    Ich hoffe nur, dass sich Eure Lebensbedingungen unter Raoul verbessern und Ihr einen „dritten Weg“ hinbekommt.
    Saludos
    Andrea

  10. Hola!
    Grade kam in der Nachrichtensendung im 2.Programm des deutschen Fernsehens der Bericht über dieses Blog. jetzt werden sich tausende auf dieses Blog stürzen…

    Viele Grüße aus Deutschland
    Karl

Hinterlassen Sie uns ein Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s