Öffnet!

    1_73.jpg

Hier habt ihr ein Foto von letzten Samstag vom Eingang des Kinos „Acapulco“ in den den Film „Das Leben der Anderen“ gezeigt wurde. Ich glaube, das war das größte Gedränge, dass dieses Festival gesehen hat. Die, die wir draußen waren, haben geschrien: „Öffnet!“ als die Türen geschlossen wurden, nachdem man im Kino die unkontrollierte Lawine derer gesehen hat, die rein wollten. Ich ahne, dass dieser Schrei sich nicht nur auf das Überschreiten der Schwelle des „Acapulco“ bezogen hat, sondern ein Aufruf zur Öffnung in Großbuchstaben war. Ich habe es auch geschrien und dabei an die Dämme, die Einschränkungen und die Grenzen gedacht, die weichen und uns passieren lassen müssen.

„Öffnet!“, schrien wir vor dem Kino, und eine Stunde später hörten wir im Film eine Person sagen: „Die Mauer ist gefallen.“ „Öffnet!“, sagten wir mit dem Gesicht an der Scheibe klebend, während von hinten geschoben wurde. „Öffnet!“, dachten wir immer noch, als wir auf den weichen Sitzen saßen, kurz bevor das Licht ausging. „Öffnet!“, war das Wort, das mir von dieser Nacht geblieben ist und das ich am nächsten Morgen wiederholt habe.

Dieser Film tauft sich hier in „Das Leben der Unseren“ um, denn er hat uns erlaubt mitten auf der 26. Straße ein Verb laut zu schreien, in dem sich alle unsere Wünsche konzentrieren: „Öffnet!“

Advertisements

Hinterlassen Sie uns ein Kommentar

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s