Von Wünschen und Träumen

Video:

“Freiheit, auch wenn ich sie nicht wirklich kenne, ist für mich das Ziel, nach dem ich strebe. Freiheit bedeutet für mich, öffentlich herausschreien zu können: „Hier gibt es keine Freiheit!“ Es ist ein Raum, von dem aus man immer mehr Freiheit erlangen kann.

Die Freiheit beginnt in deinem Innern. An dem Tag, an dem du sagst: “Ich werde nicht mehr heucheln, mir keine Maske mehr aufsetzen. Ich werde nicht zulassen, dass sie mir nach und nach meine Meinung und meinen Freiraum rauben.”

Bei mir begann die Befreiung, als ich mit meinem Blog “Generación Y” begann. Es ist für mich ein langer Prozess innerlicher Befreiung. Wie eine Therapie, um mich von jahrelanger Apathie und Schweigen loszumachen.”

Artikel:

Am 24. Dezember begann ich meinen Tag damit, einige Wünsche in mein Handy zu tippen, kurze Vorhersagen von dem, was das Jahr 2011 uns Menschen auf dieser Insel wohl bringen könnte. Nachdem ich mehrere Texte à 140 Zeichen über Twitter verschickt hatte, kam ich auf die Idee, meine Freunde darum zu bitten, mir ihre eigenen Wünsche zu schicken, damit ich diese anschließend ins Cyberspace katapultieren könnte. Schon nach wenigen Stunden kollabierte der Posteingang meines Motorolas durch die Flut von Vorhersagen und Erwartungen, die die kommenden 12 Monate in uns hervorrufen. Erstaunlicherweise wiederholte sich ein bestimmtes Wort in den meisten dieser Nachrichten: die so schwer zu fassende „Freiheit“ erschien mit ihren acht Buchstaben in einem Großteil der SMS, die ich an diesem Tag vor Weihnachten erhielt.

Deshalb möchte ich in diesen letzten Tagen des Jahres 2010 meine eigene Vorstellung von Freiheit in Generation Y präsentieren. In den Bildern des Videos, das von ein paar jungen, deutschen Filmemachern gedreht wurde, wird mein Verhältnis zu diesem Konzept deutlich, das in unserem Leben fehlt, nicht aber in unseren Wünschen.

*Das Video ist ein Ausschnitt aus dem Film „Soy Libre – Ich bin frei“ der deutschen Filmemacherin Andrea Roggon.

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Übersetzung: Florian Becker