Kommen wir an oder nicht?

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Ein Gefühl wie gespannte Saiten, wie kollektives Ersticken fühle ich in diesen Tagen in den Straßen. Es ist schon ein komischer Dezember, in dem niemand eine Vorhersage für das nächste Jahr wagt. Nicht einmal die zaghafte Weissagung, dass 2008 uns “bessere Sachen” bringen wird. Diese Erwartungen haben wir in der Silvesternacht des Vorjahres schon verbraucht, als wir uns eingebildet haben, 2007 bringt die ersehnte wirtschaftliche Öffnung und die notwendigen politischen Veränderungen.

Ende Juni war dann klar, dass die Sachen wesentlich langsamer als gedacht laufen würden. Die letzten Wochen in diesem Dezember haben uns überzeugt, dass “dort oben” “sich Zeit erkauft” wird. Ankündigungen von täglich verfügbarem Trinkwasser, von reparierten Straßen, von neuen Omnibussen, die durch die Stadt fahren – daraus besteht das Repertoire dessen, was man uns verspricht. All diese Ziele erinnern an die herbeigesehnten Errungenschaften von vor vierzig oder fünfzig Jahren und sie erscheinen mir heute jedoch begrenzt, verspätet und falsch.

Wegen des Fehlens von gemeinsamen Hoffnungen und guten Vorsätzen will ich meine eigene Wunschliste aufstellen. Eine einfache und klare Aufzählung für das Schaltjahr, das morgen beginnt. Ganz oben auf der Liste soll stehen, dass wir im nächsten Dezember nicht wieder dieses Gefühl haben “dass wieder ein Jahr vergangen ist, ohne dass es uns gebracht hat, was wir uns so sehr wünschen”.

Frohes 2008!

Ohne Stammbaum

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Unter den hunderten von Nachrichten, die mich jede Woche erreichen, gibt es einige Fragen und Zweifel, die sich häufen. Viele fragen sich “Für wen arbeite ich?”, “Von wem bin ich die Tochter?”, oder “Wer bezahlt mich dafür?” Ohne dass ich versuchen will jemanden zu überzeugen (weil dieses “meine Wahrheit” raushängen zu lassen erinnert mich sehr an ein mea culpa), möchte ich ein paar Sachen aufklären:

    - Ich bin in einem Hinterhof in Centro Habana geboren, an einer Ecke meiner Straße stand auf dem Straßenschild “Jesús Peregrino” und auf dem an der anderen Ecke “Jesús Pelegrino” (auf die Art habe ich schon als Kind gelernt damit zu leben eine Sache vielfaltig zu beschreiben).
    - Ich habe keinen Stammbaum, der mir für irgend etwas bürgt, außer für die Fertigkeit eine Schraube anzuziehen und elektrische Geräte zu reparieren, die ich von meinem Vater geerbt habe. Er war Maschinist bei der Eisenbahn und hat in der Krise der 90er seine blau-weiße Uniform gegen einen Platz in einer Bude zur Reparatur von Fahrradschläuchen eingetauscht.
    - Viele die mich kennen, glauben ich habe ein paar kleine Guayabas auf dem Dach, eine Schraube locker oder ich bin verrückt. Alles was ich in diesem kleinen Leben getan habe (mir Probleme aufzuhalsen, eine Dissertation über die Literatur in der lateinamerikanischen Diktatur zu schreiben, mein Leben mit einem in Ungnade gefallenen Journalisten zu verbinden, in mein Land zurückzukehren und diesen Blog zu schreiben) könnte von Spezialisten als Erscheinungsformen einer psychischen Zerrüttung gewertet werden. Alles ist möglich…
    - Denen, die – unter der Anonymität eines Pseudonyms – behaupten ich wäre vom G2 möchte ich erklären, dass nur sehr wenige in Kuba ihn noch so nennen. Heute sagen wir dazu “die Sicherheit”, “der Apparat”, “die Maschinerie”, “das Armageddon”, “der Schredder”, “die Jungs”, oder einfach nur “die”. Wenn jemand einen Jugendlichen fragt: “Hör mal, was ist G2?”, wird er wahrscheinlich antworten, dass es sich um eine Rockgruppe oder eine Schuhmarke handelt.
    - Ich denke nicht daran auch nur einen Beweis zu liefern, der die Anschuldigungen negiert ich sei eine “Infiltrierte”. Für die, denen es hilft und ihnen die Schuld nimmt zu glauben, dass “ich mich das nur traue, weil ich protegiert bin oder man mir befohlen hat all das zu sagen”, nur zu! Jeder – wenigstens im kleinen Raum dieses Blog – kann denken und kommentieren was er möchte.
    - Was das Geld angeht, die finanzielle Basis, oder den Lohn, dann möchte ich gern meinen Mann zitieren, der da meint, ich habe die “Seele eines Fakir”. Ich kleide mich mit dem was gerade kommt, seit Jahren habe ich nicht mehr als ein Paar Schuhe und esse einmal am Tag. Eine einzige Besessenheit des “Konsums” durchzieht zur Zeit mein Leben: Bloggen. Das Geld, das ich damit verdiene deutsche Übersetzungen anzufertigen, einigen Touristen Havanna zu zeigen oder meine alten Bücher aus der Uni zu verkaufen, das investiere ich – wenn ich kann – in eine halbe Stunde Internet. Deshalb sind meine Auftritte in “Generation Y” sprunghaft und nicht in der Regelmäßigkeit eines Logbuches.
    - Warum habe ich einen Blog und andere nicht? Weil ich aus einer Generation stamme, die gelernt hat, sich in der Welt der Technologie zu bewegen, die sogar ihren eigenen PC aus Teilen vom Schwarzmarkt zusammen basteln kann. Einer der Widersprüche im heutigen Kuba ist, dass die Leute, die die interessantesten Dinge zu erzählen haben, in der Mehrheit informatische Analphabeten sind. Oder anders gesagt, die regelmäßigen Leser von Blogs müssen mit Leuten wie mir Vorlieb nehmen, ohne Stammbaum, denen aber Maus eine Verlängerung des eigenen Körpers ist.

Konzert um dieses ermüdende 2007 zu beschließen

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Zusammengedrängt im Hof des “Zentrum Pablo” hören wir wieder Perdo Luís Ferrer. Die Samstagnacht des 22. Dezember legte sich über uns während wir seinen Gedichten und Liedern lauschten, froh das er wieder da war – unter uns – der Dicke mit der Gitarre. Pedro hat sich verändert und ist doch gleich geblieben. Er hat neue Themen, die uns in die Straßen Madrids versetzen und schiebt seine bekannten Akkorde traditioneller kubanischer Musik dazwischen.

Das Lied, das er seinem Freund Jesús Díaz gewidmet hat, in dem er gesteht “wenn ich nicht aus Kuba weggehe, verstehst du nicht warum ich bleibe” hat mich in meiner Verrücktheit bestätigt hier zu bleiben und das Licht am Leuchturm der El Morro Festung auszumachen. (Oder um es wieder anzumachen, wer weiss?). Das und vieles andere verdanke ich diesem Sänger, der nach sieben Monaten wieder vor sein Publikum zurückkehrt – auch wenn er nicht mehr der selbe ist – uns zum Lachen bringt und uns komplizenhafte Blicke zuwirft beim: “Großvater hat einen Revolver und ein Messer, / und bevor sie ihm die nicht wegnehmen, ist Großvater eine Gefahr (…) / auch wenn du denkst dass nicht, sag ihm das doch / schlecht für Dich, wenn du ihm widersprichst”.

Pedro, du warst das beste in diesem langweiligen und farblosen Jahresende. Viel realer als die gebratenen Bananenscheiben, die Yuca mit Sauce oder die begrenzte Portion Schweinefleisch (ich weiss dir wird dieser Vergleich gefallen, weil vom Naschhaften merkt man deinen Liedern und deiner Gestalt nichts an).

Ich werde mir als Vorsatz für 2008 – das schon an die Tür klopft – ein paar Verse von Dir nehmen: “wir müssen die volle Demokratie aufbauen, / damit mich niemand zwingt zu sagen, was ich nicht will”.

Ich überlasse Euch dem Text und dem Lied, das im Konzert vorkam und ihm seinen Titel gab:

    Lied zum Jahresende

    Jetzt da sie mir erlauben zu kritisieren:
    Wie schön sind deine Augen, mein Leben!
    Mir gefällt deine Art zu tanzen
    Und die Grundeigenheit deiner Freude

    Jetzt da sie mir erlauben zu kritisieren:
    Gehe ich an den Malecon und erwarte den Tag;
    Ich will mich dem Ausruhen hingeben;
    Die Blume im Garten sind so schön…

    Jetzt da sie mir erlauben zu kritisieren:
    Weihe ich eine Hose und ein Hemd ein;
    Wir haben eine Hängematte am Eingang angebracht
    Und einen Klingel die wie ein Glöckchen klingt.

    Jetzt da sie mir erlauben zu reden
    Und Schrei und Zeter in Mode sind:
    Ich möchte mich über deine Beine hermachen,
    Die Art wie du dich kleidest und dich setzt.

    Jetzt da sie erlauben:
    Ist die Straße voll,
    Die Gerüchte und Witze,
    Der Himmel und die Sterne.

    Jetzt da sie mir erlauben zu kritisieren:
    Kaufe ich einen Computer und einen Tiegel;
    Mein Freund fragte zur Abwechslung:
    Der Mond ist rund und genussvoll.

    Perdo Luís Ferrer

Ein leerer Stuhl

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Heute werde ich mit meiner Familie und meinen Freunden Weihnachten feiern.
Aus den alten Fahrstuhltüren werden wir uns einen Tisch improvisieren und ein Laken wird als Tischdecke dienen. Jeder wird etwas mitbringen um zu feiern. Wir werden keine Weintrauben haben, keinen Apfelwein und keine der typischen Süßigkeiten. Aber wir sind zusammen in Harmonie – was schon ein Luxus ist. Die Kinder bekommen ihr garantiertes Erfrischungsgetränk, während ein kleiner Rum mit Zitrone oder Honig der Nektar für die Erwachsenen sein wird. Meine Mutter wird mir erzählen wie kompliziert es am Morgen war, die Tomaten zu kaufen und meine Nichte wird mich daran erinnern, dass sie am Dienstag, dem 25., den Engel bei der Messe ihrer Gemeinde spielen wird.

Am Kopf der Tafel werden wir wieder einen Stuhl hinstellen, der seit Dezember 2003 nicht besetzt ist. Es ist der Platz von Adolfo Fernández Saínz – verurteilt im Schwarzen Frühling zu 15 Jahren Gefängnis. Es wird traurig, seine Abwesenheit zum fünften Mal zu sehen. Wenn es ihm die Wärter erlauben, werden wir seine Stimme am Telefon hören, die uns Mut macht. (Welch Ironie im Leben! Er, der im Gefängnis sitzt, hat die Kraft uns aufzumuntern).

Ich erinnere mich an den Tag, als ich unserem Sohn erzählt habe, dass er festgenommen wurde. Mein Mann sagte ihm: “Teo, dein Onkel Adolfo ist im Gefängnis, weil er ein sehr mutiger Mensch ist.” Darauf antwortete er mit seiner kindlichen Logik: “Also seid ihr frei weil ihr ganz schön feige seid”. Welch direkte Art doch Kinder haben, die Wahrheit zu sagen! Ja, Teo hat Recht: Dieses Weihnachten wärmen wir immer noch unsere Stühle an, weil wir “Feiglinge” sind. Wir wünschen uns in der Intimität der Familie ein neues Jahr in Freiheit, weil wir nicht fähig sind, diese Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen. Wir begnügen uns mit dem Mythos der nationalen Fatalität, weil wir uns ergeben haben als es hieß, die Sachen zu verändern.

Der leere Stuhl von Adolfo wird der freieste Platz an unserer improvisierten Tafel sein.

Du auch, Carlos?

Der Dienstag verging zwischen Anrufen und Besuchen von Freunden, die kamen, um uns zu erzählen, dass Carlos Otero – der bekannteste Ansager im kubanischen Fernsehen – um Asyl in den Vereinigten Staaten ersucht hat. Das war die Nachricht, die sich vox populi am schnellsten in den letzten Monaten verbreitet hat. Vielleicht weil es sich um einen Medienmenschen handelt. Er war der einzige, der in unserem einschläfernden Programm eine Sendung mit seinem eigenen Namen hatte: “Carlos und Punkt”.

Gewöhnt wie ich daran bin zu sehen, wie jedes Jahr einige meiner Freunde aufbrechen, überrascht es mich nicht, dass dieser “Erfolgsmensch” den Weg des Exils geht. Seine Entscheidung gleicht der vieler anderer, die begriffen haben, dass sie hier keine Zukunft haben, dass Kuba kein Land ist, um Träume zu realisieren. Das bestätigt sich jedes Mal, wenn ich in meinem Bekanntenkreis jemanden nach seinen Plänen frage und – in mehr als der Hälfte der Fälle – den Satz “Ich will weg von hier” zu hören bekomme. Eine Antwort, die sich alarmierend oft wiederholt, wenn man Jugendliche befragt.

Dieses Ausbluten, das Monat für Monat mehr Jugendliche erfasst, die mutigsten und, warum es nicht gestehen, die talentiertesten, ist der Nachweis, dass das Wohlergehen des Volkes nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit der kubanischen Regierung steht. Politische und ideologische Elemente, sowie Lasten, die aus der Vergangenheit mitgeschleppt werden, haben den Vorrang vor dem “hier” und dem “jetzt” unserer Bedürfnisse. Bis “dort oben” nicht erkannt wird, dass man es nicht erreicht hat, ein Land aufzubauen, in dem die Leute bleiben und ihre Energien einsetzen wollen, wird sich das Drama der Emigration nicht lösen lassen.

Wie viele werden noch gehen müssen bis wir den Satz hören: “Wir sind gescheitert, wir haben den Kubanern keine Zukunft geben können.”? Ich vermute – denn ich kenne ja die Starrköpfigkeit nach so vielen Jahren der Macht – nicht einmal das desolate Bild einer Insel mit gealterten und müden Einwohnern, deren Kinder in anderen Breiten leben, wird die kubanische Regierung zur Vernunft bringen. Ich stelle mir die Anschuldigungen wie “heimatlos”, “verkauft an den Imperialismus” und “Verräter” vor, die man in diesen Tagen im Institut für Radio und Fernsehen benutzt, wenn man von dem Ansager spricht, der im Asyl ist.

Sie wissen nicht, dass für die, die wir hier bleiben, durch den Weggang von Carlos Otero die Insel noch leerer und langweiliger geworden ist.

Coming-out

Mein Freund Miguel, schwul und streitbar, macht sich Hoffnungen auf die neuen von Mariela Castro auf den Weg gebrachten Maßnahmen, die ihm eine Geschlechtsumwandlung erlauben würden. Er träumt von einen Personalausweis, in dem unter Geschlecht “sie” und nicht “er” steht und davon, dass er behandelt wird wie eine Frau, als die er sich fühlt. Er weiß aber auch, dass er noch viel länger darauf warten muss, um legal in eine sozialdemokratische Partei eintreten, mit einem Plakat seine Arbeitsrechte einfordern oder – in direkten Wahlen – einen anderen Präsidenten wählen zu können.

Mit seinem neuen Namen, Olivia, wie er schon vor Jahren entschieden hat, wird er aber noch lange nicht von der Intoleranz befreit sein. Vielleicht wird sein Anderssein akzeptiert werden, solange es sich um “sexuelle Vorlieben” und nicht um “ideologische Tendenzen” handelt. Das Coming-out seiner politischen Meinungen wird noch mehr Zeit benötigen und ihn dann im gegebenen Moment, daran erinnern, dass es diese Revolution war, die ihn seinen transsexuellen Traum hatträumen lassen.

Ich verstehe nicht wirklich, wie man nur teilweise und unvollendet zur Toleranz aufrufen kann. Wie kann man sich des Themas der Ehe für Homosexuelle annehmen und – auf der anderen Seite – nicht erlauben, dass wir uns mit anderen politischen Tendenzen und sozialen Doktrinen “verheiraten”. All die tausenden Kubaner ohne Coming-out, die Doppelmoral weiterhin lebend, ihre wirklichen Meinungen unterdrückend – als wenn es sich um eine weibliche Geste handeln würde – warten darauf, dass eine Mariela Castro öffentlich erklärt: “Auch die muss man akzeptieren und in ihrem Anderssein tolerieren.” Miguel würde dann die sozialdemokratische Frau sein, die er sich immer erträumt hat.

Von Tele-Klassen und anderen Absurditäten

Teo – so heißt mein Sohn – gehört nicht zur Generation Y, dennoch ist er eine grenzenlose Quelle von Anekdoten für diesen Blog. Seine Geschichten aus der Schule bringen mich zum Schmunzeln, bereiten mir Kummer und sorgen für den einen oder anderen Post. (Ihn interessiert es nie das zu lesen, weil es “Sachen für Alte” seien). Auf dem Laufenden zu sein, über das was sie in der Schule sagen, über die Musik, nach der sie tanzen, und über die Wörter, die sie erfinden, verbindet mich mit diesen Jugendlichen, die uns eines Tages “das alles” vorhalten werden, was sie von uns geerbt haben.

Vor ein paar Wochen kam mein Sohn mit einer Aufgabe für Geografie nach Hause. “In welche Portionen unterteilt sich Zentralamerika?” war die Frage, die uns unsere Erinnerung und die Lexika durchforschen ließ. Ich habe Teo versucht zu erklären, dass in meiner Zeit in der Sekundarstufe andere Begriffe wie “Zonen”, “Fläche” oder “Ökosysteme” gebraucht wurden und diese andere Definition eher an ein Stück Kuchen denn an einen Streifen Land erinnert. Deshalb fragte ich ihn über die Herkunft dieser neuartigen Kategorie aus und bekam als Antwort: “Das haben sie in der Tele-Klasse gesagt.”

Für diejenigen, die nicht auf dem aktuellen Stand der “neuen Lehrmethoden” der kubanischen Oberstufe sind, muss ich erklären, dass der Fernseher – einer pro Klasse – anstelle des Lehrers rund 60% der Unterrichtszeit übernimmt. Die Jugendlichen langweilen sich, können nicht sagen “Lehrer, das habe ich nicht verstanden, können Sie das noch einmal wiederholen?” und kopieren ununterbrochen, was ihnen vom Bildschirm diktiert wird. Mit dieser neuen pädagogischen Technik versucht man, die Lehrerkrise zu lindern, die aus den niedrigen Gehälter und der geringen sozialen und institutionellen Anerkennung resultiert.

Mit der Frage der “Portionen” bin ich zur Schule gegangen und habe den Lehrer (den aus Fleisch und Blut, nicht den virtuellen auf dem Bildschirm) gefragt, was diese neue geografische Definition bedeutet. Und habe einen bekannten Satz zu hören bekommen: “Hm, ich weiß nicht, das haben sie in den Tele-Klassen gesagt”. Daher habe ich beschlossen mir jeden Morgen die Tele-Klassen anzugucken, die im Fernsehen übertragen werden. Wenn ich das nicht tue, wie soll ich Teo dann helfen, Unterrichtsstoff zu wiederholen und Fragen aus dem Weg zu räumen?

In meiner Rolle als Interpret der langweiligen Reden des “Tele-Lehrers” habe ich mir jetzt sogar eine VHS-Kassette besorgt. Gleich morgen werde ich anfangen, die Tele-Klassen aufzuzeichnen!